Ruhestand

Rentenerhöhung 2026: 4,24 Prozent mehr Rente

Die Rentenerhöhung 2026 fällt höher aus als im Vorjahr: Zum 1. Juli 2026 steigt die gesetzliche Rente um 4,24 Prozent. Das hat das Bundeskabinett Ende April in der sogenannten "Rentenwertbestimmungsverordnung 2026" beschlossen. Damit wird der Rentenwert von 40,79 Euro auf 42,52 Euro steigen. Die Tabelle zeigt, was die Rentenerhöhung bei Renten zwischen 800 und 2.500 Euro pro Monat ausmacht.

Aktualisiert am

30. April 2026

Mit der Rentenerhöhung am 1. Juli 2026 bekommen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland pro 100 Euro Rente 4,24 Euro mehr (brutto). Die Tabelle zeigt, wie groß das Rentenplus ist bei Renten zwischen 800 und 2.500 Euro. Wer zum Beispiel bis Juni 2026 1.500 Euro Rente bekommt, erhält ab Juli 2026 gut 1.563,60 Euro. Bei einer Rente von 2.000 Euro gibt es 84,80 Euro mehr.

So hoch ist die Rentenerhöhung 2026 im Durchschnitt

Durchschnittsrentnerinnen und -rentner bekommen ab Juli 2026 zwischen 37 und 62 Euro pro Monat mehr. Die Altersrente von Rentnern im Westen steigt 2026 von 1.392 Euro um 59 Euro auf 1.451 Euro (Werte gerundet und brutto), im Osten von 1.463 Euro um 62 Euro auf 1.525 Euro. Bei Rentnerinnen im Westen steigt die Rente von 876 auf 913 Euro (+ 37 Euro) und im Osten von 1.271 Euro auf 1.325 Euro (+ 54 Euro).

"Eckrentner", die 45 Jahre Beiträge für ein Durchschnittsentgelt eingezahlt haben, bekommen knapp 78 Euro mehr. Ihre Rente steigt von 1.835,55 Euro auf 1.913,40 Euro. Witwen und Witwer bekommen zwischen 16 und 36 Euro pro Monat mehr. Beispielsweise steigt die durchschnittliche Witwenrente (im Westen) 2026 von 780 auf 813 Euro (+ 33 Euro). Wer die theoretisch erreichbare gesetzliche Höchstrente von rund 3.389 Euro pro Monat bekommt, erhält ein Rentenplus von 153 Euro.

Wie viel Steuern und Sozialabgaben gehen 2026 von der Rente ab? 

Mit der Rentenerhöhung 2026 werden viele Rentnerinnen und Rentner neu steuerpflichtig werden. Das ist dann der Fall, wenn ihre Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen. Der Grundfreibetrag 2026 beträgt 12.348 Euro für Ledige und 24.696 Euro für Verheiratete.

Die Rente muss zum Teil versteuert werden. Die Höhe der Einkommenssteuer hängt unter anderem davon ab, in welchem Jahr und in welchem Alter der Rentenbeginn ist bzw. war. 

Einen Überblick erhalten Sie in den Artikeln "Wie viel Steuern muss ich als Rentner bezahlen?" und "Steuertabellen für Rentner"

Krankenversicherung 2025: Rentner zahlen meist die Hälfte

Rentnerinnen und Rentner, die in der Krankenversicherung der Rentner gesetzlich versichert sind, zahlen derzeit einen Beitragssatz von 7,3 Prozent. Hinzu kommt die Hälfte des Zusatzbeitrags. Dieser liegt 2026 laut Bundesgesundheitsministerium im bundesweiten Durchschnitt bei 2,9 Prozent. Bei Rentnerinnen und Rentnern wurde diese Erhöhung erst verspätet wirksam. Hatte die Krankenversicherung den Zusatzbeitrag zum 1. Januar 2026 erhöht, wirkte sich die Erhöhung bei Rentnern erst ab März 2026 aus.

Die Krankenversicherungen legen ihren individuellen Zusatzbeitrag selbst fest. Spätestens einen Monat vor einer Erhöhung des Zusatzbeitrags informieren sie ihre Versicherten schriftlich darüber. Bei einer Erhöhung haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht.

Lese-Tipp: Im Artikel "Krankenversicherung für Rentner" finden Sie weitere Angaben, zum Beispiel zu Krankenversicherungsbeiträgen bei Betriebsrenten, Versicherungen und Erwerbseinkünften sowie von freiwillig Versicherten.

Im Ruhestand: Beiträge zur Pflegeversicherung 2026

Den Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung müssen Rentnerinnen und Rentner komplett selbst tragen. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 3,6 Prozent. Kinderlose zahlen zusätzlich 0,6 Prozent, ihr Beitragssatz beträgt also 4,2 Prozent. Personen, die Anspruch auf Beihilfe haben (zum Beispiel Beamte), zahlen den halben Beitragssatz. 

Lese-Tipp: Mehr zu den Beiträgen zur Pflegeversicherung lesen Sie im Artikel "Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung".

Die hohe Inflation kann Rentenerhöhung zunichte machen

Rentnerinnen und Rentner haben – gemessen an der Kaufkraft – aber nur dann mehr Geld in der Tasche, wenn die Rentenerhöhung höher ausfällt als die Inflation. Ein Blick auf die letzten zwei Jahrzehnte zeigt, dass die Rentenerhöhung (blaue Linie) oft niedriger war als die Inflation (orange Linie). 

Zwischen 2014 und 2020 waren die Rentenerhöhungen zum Teil deutlich höher als die Inflation. Nach der Null-Runde 2021 waren die Rentenerhöhungen 2022 und 2023 zwar rekordverdächtig, aber die Inflation lag noch darüber. 2024 hingegen lag die Rentenerhöhung von 4,57 Prozent wieder oberhalb der Inflation. Diese betrug für das gesamte Jahr 2024 in Deutschland im Durchschnitt 2,2 Prozent. 2025 betrug die Rentenerhöhung 3,74 Prozent und die Inflation lag im Jahresdurchschnitt bei 2,2 Prozent.

Rentenerhöhungen reichen nicht aus, um die Rentenlücke zu schließen

Rentenerhöhungen sind grundsätzlich gute Nachrichten. Trotzdem reichen gesetzliche Renten – zusammen mit betrieblichen Renten – bei den meisten Rentnerinnen und Rentnern nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Wie viel Rente Sie erwarten können, dazu erfahren Sie mehr im Artikel "Berechnung der Rente: Wie viel Rente bekomme ich?".

Die Rentenlücke zwischen Ihren Einkünften und Ausgaben müssen Sie selbst schließen. Stehen Sie um Beispiel weiterhin im Berufsleben, erfahren Sie im Artikel "Worauf muss ich achten, wenn ich im Ruhestand erwerbstätig bin?", welche Folgen Gehälter und Honorare auf Rente, Steuern und Krankenversicherung haben. Lesen Sie, wie sich eine Zusatzrente organisieren lässt und worauf Sie achten sollten, um Ihre Rentenlücke zu schließen

Tipp: Das Merkblatt "So sichern Sie Ihr Einkommen im Ruhestand" stellt Ihnen wichtige Einkommensstrategien im Ruhestand vor. Viele Kundinnen und Kunden des VZ nutzen die Etappenstrategie, die in diesem Merkblatt ausführlich vorgestellt wird.

Wovon die Rentenerhöhung 2026 abhängt

Für die Rentenerhöhung 2026 ist maßgeblich, wie die Bruttolöhne und -gehälter 2025 in Vergleich zu 2024 steigen. Im ersten Quartal 2025 lagen die Nominallöhne in Deutschland 3,6 Prozent höher als im gleichen Quartal des Vorjahres und die (inflationsbereinigten) Reallöhne stiegen um 1,2 Prozent.

Im zweiten Quartal 2025 waren die Nominallöhne 4,1 Prozent und die Reallöhne 1,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Im dritten Quartal 2025 lagen die Nominallöhne 4,9 Prozent über dem des Vorjahresquartals und die Reallöhne 2,7 Prozent höher. Und im vierten Quartal 2025 standen dem Wachstum der Nominallöhnen von 4,1 Prozent ein Reallohnwachstum von 1,9 Prozent gegeben.

Rentenerhöhung Prognose bis 2030 (Tabelle)

Die Modellrechnungen für die Rentenerhöhung 2026 und darüber hinaus stammen aus dem Rentenversicherungsbericht, den die Bundesregierung einmal pro Jahr vorlegt. Der jüngste Rentenversicherungsbericht wurde im November 2025 veröffentlicht. Gemäß dem Rentenversicherungsbericht 2025 könnte die gesetzliche Rente von 2026 bis 2039 um gut 45 Prozent steigen. Für 2026 rechneten die Rentenexperten mit einer Rentenerhöhung von 3,73 Prozent für die mittlere Lohnvariante. Die Rentenerhöhung 2027 könnte 4,75 Prozent betragen, schätzen die Modellrechnungen im Bericht. 2028 soll die Rentenanpassung 2,39 Prozent, 2029 2,75 Prozent und 2030 2,83 Prozent betragen. Von 2031 bis 2039 betragen die geschätzten Anpassungen 1,9 bis 2,9 Prozent.

So wird die Rentenerhöhung in Deutschland beschlossen

Die Rentenanpassung ist gesetzlich festgeschrieben und erfolgt jedes Jahr zum 1. Juli. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales berechnet die Rentenerhöhung im Frühjahr auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die Rentenerhöhung wird in der Rentenwertbestimmungsverordnung festgelegt, die ein paar Wochen später vom Bundeskabinett beschlossen wird. Damit werden der Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung, der allgemeine Rentenwert in der Alterssicherung der Landwirte und die Geldleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zum 1. Juli angepasst.

Weitere Informationen

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