Geldanlagen

Die Inflation gefährdet Ihr Vermögen: Was Sie jetzt tun sollten

Die Inflation in Deutschland ist leicht gesunken: Im Januar 2024 betrug sie 2,9 Prozent. Das bestätigte das Statistische Bundesamt am 9. Februar. Im Dezember 2023 hatte die Inflation bei 3,7 Prozent gelegen. Im Jahresdurchschnitt lag die Teuerung 2023 sogar bei 5,9 Prozent. Mit welchen Maßnahmen können Sparer und Anleger dem Kaufkraftverlust ihres Vermögens entgegenwirken?

Michael Ausfelder
Marktstratege
Aktualisiert am
12. Februar 2024

Anfang 2024 ist die Inflation leicht gesunken. Im Januar 2024 stiegen die Verbraucherpreise inklusive Energie und Nahrungsmitteln um 2,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt hatte die Inflation in Deutschland 2023 bei 5,9 Prozent gelegen. Damit sind die von der Europäischen Zentralbank angestrebten 2 Prozent weiterhin in weite Ferne.

Merkblatt

Inflation: So schützen Sie Ihr Vermögen

Ist die Inflationsrate höher als der Zins, können Sparer und Anleger nur schwer Vermögen aufbauen.

Laut Statistischem Bundesamt betrug die Inflation in Deutschland im Dezember 2023 3,7 Prozent. Sie lag im November bei 3,2 Prozent, im Oktober bei 3,8 Prozent, im September bei 4,5 Prozent und im August bei 6,1 Prozent. Im Juli lag die Inflation bei 6,2 Prozentim Juni bei 6,4 Prozent und im Mai bei 6,1 Prozent. Im April hatte die Teuerung noch bei 7,2 Prozent gelegen, im März bei 7,4 Prozent und im Januar und Februar bei jeweils 8,7 Prozent.

Nicht nur für Verbraucher, auch für Sparer und Anleger sind steigende Preise ärgerlich. Denn ihr Kapital verliert dadurch an Wert. Die Zinsen für Tages- oder Festgeld sind zwar auch gestiegen, liegen aber immer noch deutlich niedriger als die Inflation. Wer beispielsweise 100.000 Euro für 2 Prozent Jahreszins auf dem Tagesgeldkonto deponiert, der erleidet bei einer Inflationsrate von 6 Prozent einen Verlust an Kaufkraft in Höhe von 4.000 Euro pro Jahr.

Auch "nur" 4 Prozent Inflation wären dauerhaft sehr schmerzhaft

Nun wollen wir natürlich nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Die meisten Ökonomen rechnen damit, dass die Inflation nicht dauerhaft so hoch bleiben wird. Sie gehen für die nächsten Jahre im Schnitt von einem Anstieg der Verbraucherpreise um rund 4 Prozent pro Jahr aus.

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Einem Sparer mit einem zu 2 Prozent Zinsen angelegten Vermögen von 100.000 Euro würde eine Inflationsrate von 4 Prozent einen Kaufkraftverlust von 2.000 Euro bescheren – und zwar Jahr für Jahr. Wie lange es dauern wird, bis sich die Inflation wieder der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von rund 2 Prozent nähert, kann heute niemand sicher beantworten.

Doch selbst dann machen Sparer real Verluste. Ein Blick auf die Grafik verdeutlicht das: Bei 2 Prozent Inflation schmilzt die Kaufkraft von 50.000 Euro, die zinslos angelegt werden, in 10 Jahren auf 40.900 Euro. Nach 20 Jahren sind es nur noch 33.400 Euro und nach 30 Jahren sogar nur noch 27.300 Euro.

Das bedeutet: Geld, das auf Giro- und Sparkonten liegt, verliert faktisch an Wert. Als Notgroschen und für einen begrenzten Zeitraum (etwa weil eine Anschaffung geplant ist) haben diese Konten noch ihre Berechtigung. Für die langfristige Kapitalanlage sind sie aber denkbar ungeeignet. Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, dann haben Sie unmittelbaren Handlungsbedarf. Denn an jedem Tag, den Sie untätig bleiben, verschenken Sie bares Geld.

Ohne Aktien oder ETFs geht es nicht

Was also ist zu tun? Der Teil Ihres Vermögens, den Sie nicht kurz- und mittelfristig für absehbare Ausgaben benötigen, sollte angelegt werden. Dabei kommen Sie um Sachwerte wie Aktien nicht herum. Aktien bieten Schutz vor Inflation, weil die Unternehmen bei steigenden Preisen ihre Produkte in der Regel auch teurer anbieten können. 

Hinzu kommt für Anleger bei Aktien die Chance auf attraktive Renditen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass sich mit Aktien unter allen Anlageklassen, die Privatanlegern zur Verfügung stehen, langfristig die höchsten Erträge erzielen lassen. Es sind aber auch Verluste möglich. Am Aktienmarkt können Sie direkt durch den Kauf von Aktien investieren. Sie können aber auch indirekt über Fonds und ETFs einsteigen. Für Anleger mit wenig Börsenerfahrung ist das meist der sinnvollere Weg.

An einen vertrauenswürdigen Partner wenden

Das hat natürlich seinen Preis: Ein Engagement am Aktienmarkt ist immer auch mit Schwankungs- und Verlustrisiken verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich für die Anlage am Kapitalmarkt an einen vertrauenswürdigen Partner wenden, der eine individuelle Lösung findet, die zu Ihnen passt und mit der Sie weiter ruhig schlafen können. 

Erfahren Sie von den Beraterinnen und Beratern des VZ, wie Sie einen Teil Ihres Vermögens chancenreich und kostengünstig am Kapitalmarkt anlegen können. Sie berücksichtigen dabei Ihre individuellen Bedürfnisse und machen Ihnen einen Anlagevorschlag, der die von Ihnen gewünschte Anlagedauer sowie Ihr persönliches Risikoprofil berücksichtigt. Selbstverständlich werden Sie auch über die damit verbundenen Risiken aufgeklärt. Vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch in einem VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe.

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