Geldanlagen

Fünf gute Vorsätze für 2022

Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, endlich die richtigen finanziellen Weichenstellungen anzugehen. Der Aufwand ist geringer als Sie denken, dafür profitieren Sie und sogar Ihre Nachkommen ein Leben lang davon.

Alexander Sebestian

Finanzexperte
Publiziert am
04. Januar 2022

Gehören auch Sie zu den Menschen, die im neuen Jahr endlich abnehmen oder mehr Sport treiben wollen? Vergessen Sie bei Ihren guten Vorsätzen für 2022 nicht, endlich auch Ihre persönlichen Finanzen zu regeln. Mit ein paar wenigen guten Entscheidungen und begrenztem Zeitaufwand können Sie enorm viel bewirken. Hier die fünf wichtigsten Vorsätze, die Sie 2022 diesbezüglich unbedingt umsetzen sollten.

1. Das Vermögen sinnvoll investieren

Jahrzehntelang war es nahezu risikolos möglich, Geld zu vermehren: Dank hoher Zinsen für das Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Anleihen vermehrte sich ein Vermögen praktisch ohne eigenes Zutun stetig. Doch diese Zeiten sind vorbei. Guthabenzinsen gibt es praktisch keine mehr. Viele Banken verlangen mittlerweile sogar Negativzinsen für Guthaben. An dieser Situation dürfte sich auf absehbare Zeit nicht viel ändern. Hinzu kommt noch die kräftig gestiegene Inflation. Im Ergebnis verlieren Kontoguthaben faktisch Jahr für Jahr deutlich an Wert.

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So finden Sie die richtige Anlagestrategie

Die individuelle Anlagestrategie ist der entscheidende Faktor für den Erfolg von Geldanlagen.

Wer sein Vermögen vermehren oder auch nur erhalten möchte, kommt also nicht mehr daran vorbei, etwas mehr Risiko in Kauf zu nehmen und auch am Aktienmarkt zu investieren. Zwar kommt es dort oftmals zu erheblichen Schwankungen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass intelligent zusammengestellte Portfolios über längere Zeiträume fast immer attraktive Zuwächse erzielten.

Anleihen sollten bei der Anlagestrategie durchaus auch weiterhin als Stabilitätsanker eine Rolle spielen. Aber ganz ohne Aktien kommt kein vernünftig zusammengestelltes Depot mehr aus. Mithilfe sogenannter ETFs können Anleger ihr Vermögen breit und kostengünstig über verschiedene Branchen und Regionen am Aktienmarkt diversifizieren.

2. Die Altersvorsorge verbessern

Die gesetzliche Rente verliert immer mehr an Bedeutung: Das Rentenniveau geht kontinuierlich zurück. Wer seinen gewohnten Lebensstandard im Alter halten möchte, muss also zusätzlich privat vorsorgen. Ein sinnvoller Baustein kann hier ein ETF-Sparplan sein.

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Mit einem ETF-Sparplan günstig ein Vermögen aufbauen

Sparkonten sind bei niedrigen Zinsen ein Verlustgeschäft. Fondssparpläne sind keine gute Alternative, denn hohe Gebühren zehren an der Rendite.

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Mit ihnen können Anleger kostengünstig und breit diversifiziert an den Kapitalmärkten investieren – also in Aktien und Anleihen. ETFs bilden ganze Indizes ab, also zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (DAX) oder den weltweiten Aktienindex MSCI World. Mit ETFs kaufen Anleger also kostengünstig die durchschnittliche Marktrendite ein. Diese kann auch mal negativ sein, wenn es an den Kapitalmärkten schlecht läuft. Auf lange Sicht sind die Chancen auf attraktive Renditen aber gut.

ETF-Sparpläne ermöglichen es, regelmäßig eine bestimmte Summe in ETFs zu investieren, also zum Beispiel monatlich 500 Euro. Sind die Kurse gerade hoch, werden automatisch weniger Anteile gekauft, sind sie gerade niedrig, werden automatisch mehr Anteile gekauft. Dadurch investieren Anleger auf Dauer immer zu günstigen Durchschnittskursen. Die Sparbeträge können jederzeit verändert werden.

3. Steuervorteile nutzen

Mit der Basisrente (auch Rürup-Rente genannt) können Berufstätige für das Alter vorsorgen und dabei auch noch erhebliche Steuervorteile in Anspruch nehmen. Vor allem Berufstätige mit hohen Steuersätzen profitieren davon in hohem Maße: Einzahlungen können zu 94 Prozent von der Steuer abgesetzt werden. 

Idealerweise wird ein ETF-Sparplan mit der Rürup-Rente kombiniert. Ein 46-Jähriger, der 21 Jahre lang jährlich einen ETF-Sparplan mit 5.765 bespart sammelt auf diese Weise nach Steuern knapp 174.000 ein. Vorausgesetzt in dieser Kalkulation ist eine Jahresrendite von 4,5 Prozent auf das Guthaben. Das ist eine relativ konservative Rechnung, wenn das Geld breit gestreut in Aktien-ETFs investiert wird. Zwar bestehen grundsätzlich auch Verlustrisiken, über längere Zeiträume waren in der Vergangenheit aber sogar wesentlich höhere Renditen mit Aktien-ETFs drin. Der Clou: In Kombination mit den Steuervorteilen der Rürup-Rente verdoppelt sich das Guthaben nach 21 Jahren auf gut 334.000 Euro.

4. Ruhestand planen

Egal, ob Sie bis 67 arbeiten wollen oder früher in Rente gehen möchten: Wichtig ist eine vernünftige Planung im Vorfeld. Entscheidend hierbei ist es, zunächst den finanziellen Bedarf im Alter zu ermitteln – also mit welchen Ausgaben kalkuliert werden muss und wie viel für die einzelnen Budgetposten angesetzt werden muss. 

Wenn dies erfolgt ist, sollten die zu erwartenden Einnahmen im Alter zusammengestellt werden. Die Einkommensteuer und die zu erwartende Inflation muss dabei unbedingt berücksichtigt werden, um ein realistisches Bild zu ermitteln. Jetzt können die zu erwartenden Ausgaben mit den zu erwartenden Einnahmen gegenübergestellt werden. In vielen Fällen wird sich eine Lücke auftun, die gefüllt werden muss. Wer nicht über ein großes Vermögen verfügt, kommt also nicht darum herum, rechtzeitig für eine Erhöhung der Einnahmen durch Vorsorgesparen zu sorgen.

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5. Nachlass planen

Verfügen Sie über ein größeres Vermögen, sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken über die Planung Ihres Nachlasses machen. Damit vermeiden Sie Streit zwischen den Erben und verschaffen sich auch selbst ein gutes Gefühl. Ein Testament schafft hier in der Regel Klarheit. Sinnvoll kann es aber auch sein, einen Teil des Vermögens schon zu Lebzeiten weiterzugeben. Denn oft haben die Nachkommen das Geld jetzt viel dringender nötig als erst in mehreren Jahrzehnten. 

Auch kann es aus steuerlichen Gründen sinnvoll sein, einen Teil des Vermögens schon zu Lebzeiten zu übertragen. Und überdies kann dies auch dem Schenkenden viel Freude bereiten.

Weitere Informationen

Die beste Nachricht zum Schluss: Das VZ VermögensZentrum lässt Sie mit diesen fünf guten Vorsätzen nicht allein und kann Sie bei all diesen wichtigen Themen mit Rat und Tat unterstützen. Vereinbaren Sie dazu ein kostenfreies Informationsgespräch in einem VZ in Ihrer Nähe.