Ruhestand

Rentenlücke schließen: Wie verwandle ich meine Ersparnisse in eine Zusatzrente?

Viele Menschen haben eine ansehnliche Summe auf dem Konto, aber die Rentenansprüche sind bescheiden. Da bietet es sich an, die Ersparnisse zu verrenten, um die Rentenlücke zu schließen. Lesen Sie, mit welcher Strategie Ihnen das am wirkungsvollsten gelingt.

Andreas Limoser

Ruhestandsexperte
Publiziert am
21. September 2022

Wer bald in den Ruhestand geht, muss mit erheblichen Einnahmeeinbußen rechnen. Reichen die Einnahmen nicht mehr aus, um den Lebensunterhalt zu finanzieren, entsteht eine Rentenlücke. Mit Ersparnissen kann man gegensteuern. Wer diese aber einfach nur verkonsumiert, steht irgendwann mit leeren Händen da. Um die Rentenlücke dauerhaft zu schließen, ist eine intelligente Strategie gefragt. 

Ein bewährtes Konzept zur Einkommenssicherung im Rentenalter ist die Etappenstrategie. Dabei unterteilen Sie Ihre zukünftigen Einkommensphasen in Etappen von zehn Jahren (siehe Grafik).

Auf Basis Ihres Ausgabenbudgets legen Sie fest, wie viel Zusatzrente Sie in der ersten Etappe benötigen. Anschließend wird Ihr Vermögen in zwei Teile gesplittet. Aus dem Verbrauchsteil speist sich die Zusatzrente, der Wachstumsteil baut unterdessen neues Kapital auf für die nächste Verbrauchsetappe. Alle zehn Jahre beginnt eine neue Etappe.

Der Teil Ihres Vermögens, der zehn Jahre lang die benötigten Zusatzeinkünfte sichert, fließt in den Verbrauchsteil (Grafik, oben links). Dieses Kapital wird sicherheitsorientiert angelegt. Die Summe, die für die ersten zwei Jahre vorgesehen ist, wird liquide angelegt, beispielsweise als Tages- oder Festgeld. Für die Zeit danach kommen Anleihen erstklassiger Schuldner in Frage. Die Verfallsdaten dieser Papiere können dem Einkommensbedarf entsprechend gestaffelt gestaltet werden.

Merkblatt

Etappenstrategie – so sichern Sie Ihr Einkommen im Ruhestand

Im Ruhestand lässt sich die Rentenlücke aus dem Vermögen decken. Mit der Etappenstrategie bleibt das Kapital erhalten.

Ihr übriges Vermögen fließt in den Wachstumsteil (siehe Grafik, unten links). Dieser wird langfristig angelegt, um den Substanzverbrauch zu kompensieren. Mit den Erträgen wird der Verbrauchsteil innerhalb dieser zehn Jahre wieder aufgefüllt. Dank des längeren Anlagehorizonts kann der Wachstumsteil renditeorientierter angelegt werden. Wertpapiere unterliegen zwar Wertschwankungen und haben Verlustrisiken, doch diese Anlagerisiken sinken mit zunehmender Haltedauer.

Wie viel Vermögen Sie zur Deckung Ihrer Rentenlücke benötigen, hängt von der Anlagenrendite ab sowie von der Frage, ob Sie das Vermögen verbrauchen wollen oder nicht. Beispiel: Bei einem Kapitalstock von 800.000 Euro erhalten Sie bei 3,0 Prozent Rendite 24.000 Euro pro Jahr (vor Steuern und Kosten). Entnehmen Sie nicht mehr als diese Erträge, bleibt Ihr Vermögen voll erhalten.

Was das VZ für Sie tun kann

Lassen Sie sich bei der Planung und Umsetzung der Etappenstrategie oder bei Ihrer Ruhestandsplanung von den Experten des VZ unterstützen. Wir helfen Ihnen, die Einnahmen und Ausgaben für die erste Zehn-Jahres-Etappe realistisch abzuschätzen, berechnen Ihren Bedarf unter Berücksichtigung der Inflation und beraten Sie bei der richtigen Aufteilung und Anlage Ihres Vermögens. Mehr erfahren Sie in einem kostenlosen Erstgespräch im VZ in Ihrer Nähe.