Expertentipps
Erfolgreich Geld anlegen, Steuern reduzieren und die Altersvorsorge optimieren: Lesen Sie unsere Tipps
Private Altersvorsorge
Das Altersvorsorgedepot ist eine attraktive Möglichkeit, langfristig Vermögen für den Ruhestand aufzubauen. Doch trotz staatlicher Förderung in Form von Zulagen und Steuervorteilen lohnt es sich nicht automatisch für jeden. Doch nur in wenigen Fällen ergibt das Altersvorsorgedepot gar keinen Sinn.
Funktion Experte für Altersvorsorge
25. September 2026
Nicht zu den förderberechtigten Personen gehören:
Wer unsicher ist, sollte als erstes herausfinden, ob er oder sie überhaupt förderberechtigt ist. Eine Übersicht über alle förderberechtigten Personenkreise finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.
Erwerbstätige sind in der Regel unmittelbar zulagenberechtigt. Nicht-erwerbstätige Ehepartner können einen Umweg nutzen: Sie können über einen förderberechtigten Ehepartner mittelbar begünstigt werden und erhalten dann ebenfalls die Grundzulage.
Wer kurz vor dem Ruhestand steht, profitiert nur wenig von den langfristigen Renditechancen des Altersvorsorgedepots. Der Zinseszinseffekt kommt bei wenigen Jahren kaum zum Tragen, insbesondere wenn man wegen des kurzen Anlagehorizonts eine niedrige Aktienquote wählt.
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Selbst bei maximalen Einzahlungen kommt in wenigen Jahren kein ausreichendes Vermögen zusammen, damit eine nennenswerte Zusatzrente ausgezahlt werden kann. Außerdem reicht ein kurzer Anlagehorizont ohne vollumfängliche Garantien nicht aus, um größere Verluste bei Börsencrashs auszugleichen. Zwar kann man den Rentenbeginn bis 70 aufschieben, der Auszahlplan endet aber mit 85.
Wer vielleicht irgendwann einmal im Laufe seines Berufslebens ins Ausland gehen möchte, ganz auswandern möchte oder seinen Ruhestand im sonnigen Süden genießen möchte, sollte aufpassen: Wer in der Ansparphase seinen Wohnsitz ins außereuropäische Ausland verlegt, muss zu Beginn der Auszahlphase – sofern er dann immer noch im Ausland lebt – die Zulagen und Steuervorteile wegen der sogenannten "förderschädlichen Verwendung" zurückzahlen. Nicht davon betroffen ist, wer in ein Land der Europäischen Union umzieht sowie nach Norwegen, Island oder Liechtenstein.
Beim Altersvorsorgedepot ist das Einzahlungspotenzial zwar hoch, aber doch limitiert. Pro Vertrag darf man 6.840 Euro pro Jahr einzahlen und jeder darf zwei Verträge führen, das ergibt jährliche Einzahlungen bis 13.680 Euro. Zulagen erhält man allerdings nur für die Einzahlungen bis 1.800 Euro. Auch kann man freiwillige Überzahlungen nicht direkt steuerlich absetzen.
Wer wesentlich höhere Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich geltend machen will, kann dies bei der Basisrente (Rüruprente) tun. 2026 können Beiträge bis 30.826 Euro eingezahlt und als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden (Ehepaare 61.652 Euro).
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Das Altersvorsorgedepot ist an strenge Voraussetzungen gebunden. Der Vertrag ist rechtlich bindend bis zum Renteneintritt. Es ist nicht möglich, Alterskapital früher als mit 65 zu entnehmen oder sich zum Rentenbeginn mehr als 30 Prozent als Kapital auszahlen zu lassen. Neben der Kapitalauszahlung kann man das Geld im Ruhestand nur als lebenslange Leibrente oder Auszahlplan bis 85 beziehen. Die Rentenzahlungen müssen versteuert werden.
Wer den Vertrag für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase kündigt, muss alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Im Erbfall kann das Guthaben ohne Abzüge auf ein Altersvorsorgedepot des hinterbliebenen Ehepartners übertragen werden. Erben jedoch die Kinder oder andere Erben, müssen diese die Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen.
Wer flexibel bleiben möchte, für den bietet freies Sparen zum Beispiel mit ETFs eine gute Ergänzung. Das gilt auch, wenn man über die Wahl seiner Geldanlagen selbst entscheiden möchte. Beim Altersvorsorgedepot sind nur breit gestreute Fonds, ETFs und Anleihen erlaubt, aber keine Einzelaktien.
Nicht jeder hat das Risikoprofil für den Wertpapiermarkt. Anleger mit geringer Risikobereitschaft und -fähigkeit können nur schwer mit Wertschwankungen umgehen. Das Altersvorsorgedepot aber investiert ausschließlich in Wertpapiere. Fonds und ETFs schwanken zwar nicht so stark wie Aktien, entwickeln sich aber analog zu den Kapitalmärkten. Im Gegenzug bietet es langfristig höhere Renditechancen als sehr sichere Anlageformen wie zum Beispiel Festgeld.
Das Altersvorsorgedepot gibt es als Modell mit Garantie, bei dem 80 oder 100 Prozent der Einzahlungen garantiert werden. Diese Garantie geht jedoch zulasten der Rendite, da hierfür hohe Absicherungskosten anfallen. Aufgepasst bei der Wahl: Das Standardmodell des Altersvorsorgedepots verzichtet auf eine Beitragsgarantie. Es stärkeres Wachstum des Guthabens möglich; dafür ist nicht garantiert, dass am Ende der Laufzeit die Summe der Einzahlungen vorhanden ist.
Lese-Tipp: In weiteren Artikeln erfahren Sie, in welchen Fällen sich das Altersvorsorgedepot besonders lohnt und welche Rolle das Altersvorsorgedepot in der Altersvorsorge spielen sollte.
Das Altersvorsorgedepot startet 2027. Informieren Sie sich schon jetzt über das Altersvorsorgedepot und bleiben Sie auf dem Laufenden: Registrieren Sie sich hier und erhalten Sie per E-Mail regelmäßige Updates zum Altersvorsorgedepot.
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Ab 2027 bietet das Altersvorsorgedepot neue Möglichkeiten für die private Altersvorsorge. Finden Sie heraus, ob sich das Modell für Sie lohnt.