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Private Altersvorsorge
Das Altersvorsorgedepot ist ein sinnvolles Instrument, um Kapital für das Alter aufzubauen. Denn man bekommt staatliche Zulagen und kann unter Umständen damit Steuern sparen. Doch es sollte nicht der einzige Baustein der Altersvorsorge bleiben.
Funktion Expertin für Altersvorsorge
18. September 2026
Das neue Altersvorsorgedepot gibt den meisten Berufstätigen die Gelegenheit, kostengünstig und staatlich gefördert Vermögen für den Ruhestand am Aktienmarkt aufzubauen. Weil das eingezahlte Kapital zum Laufzeitende – anders als bei der Riester-Rente – nicht garantiert sein muss, sind deutlich höhere Renditen möglich.
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Allerdings besteht damit auch das Risiko, dass das Kapital zwischenzeitlich deutlich an Wert verliert. Je länger die Spardauer, desto geringer ist allerdings erfahrungsgemäß das Verlustrisiko am Aktienmarkt. Darüber hinaus können – besonders für Gutverdiener – noch Steuervorteile kommen.
Aufgrund der staatlichen Zulagen und der möglichen Steuervorteile sollte das Altersvorsorgedepot ein unverzichtbares Element der Altersvorsorge sein. Für Familien (oder Alleinstehende) mit Kindern zahlt es sich noch mehr aus, da es für jedes Kind eine zusätzliche Zulage gibt.
Lese-Tipps: Alles Wichtige zum Altersvorsorgedepot finden Sie zusammengefasst im Artikel "Altersvorsorgedepot 2027: Alles Wichtige im Überblick". Erfahren Sie, welche Modelle es gibt, wie die Auszahlungen im Ruhestand funktionieren und für wen sich das Altersvorsorgedepot lohnt.
Doch mit dem Altersvorsorgedepot alleine ist es nicht getan. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, braucht weitere Einkommensquellen im Ruhestand.
Zu einer umfassenden Altersvorsorge gehören deshalb zusätzlich noch folgende Bausteine:
Wer im Lauf seines Berufslebens mindestens fünf Jahre Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat und das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat, hat Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente. Allerdings hängt die Rentenhöhe stark von den Einzahlungen ab. Und selbst wer jahrzehntelang in Vollzeitbeschäftigung gearbeitet hat, muss bei der Rente Abstriche machen: So liegt das Rentenniveau nur bei 48 Prozent.
Zugrunde gelegt wird dabei, dass man es mit Ruhestandsbeginn auf 45 Jahre Beitragsjahre bringt. Das schaffen aber nur die wenigsten. Das bedeutet: Faktisch liegt die Rente der meisten Arbeitnehmer deutlich unter 48 Prozent ihres letzten Einkommens.
Wie niedrig die tatsächlichen durchschnittlichen monatlichen Renten in Deutschland sind, geht aus folgender Tabelle hervor:
Fazit: Auch die gesetzliche Rente kann nur ein Baustein der Altersvorsorge sein. Wer sich nur auf sie verlässt, muss im Alter erhebliche finanzielle Abstriche machen.
Hierbei handelt es sich um eine Ergänzung der gesetzlichen Rente, die über den Arbeitgeber läuft. Zu einem großen Teil handelt es sich um freiwillige Leistungen des Arbeitgebers. Arbeitnehmer können aber auch einen Teil ihres Bruttogehalts in eine Betriebsrente einzahlen. Dieses Verfahren wird Entgeltumwandlung genannt. Hierfür erhalten sie oftmals einen weiteren Zuschuss des Arbeitgebers.
Auf eine Betriebsrente sollte man also nicht verzichten. Als Arbeitnehmer hat man einen Anspruch darauf, selbst wenn der Arbeitgeber eine solche bislang nicht anbietet. Für die meisten Menschen kann die Betriebsrente aber nur ein kleiner Baustein der gesamten Altersvorsorge sein. Deshalb ist für ein auskömmliches Einkommen im Ruhestand ein weiterer Baustein unerlässlich: die private Altersvorsorge.
Dieser Baustein wird für die meisten Arbeitnehmer immer wichtiger. Laut Bundesarbeitsministerium macht die private Altersvorsorge mittlerweile 40 Prozent der gesamten Altersvorsorge aus – Tendenz steigend.
Diese Sparformen sind als Notgroschen für ungeplante Ausgaben gut geeignet. Es empfiehlt sich, bis zu sechs Netto-Monatsgehältern auf diese Weise als Rücklage anzulegen. Für die Altersvorsorge sind diese Sparformen aber ungeeignet, weil sie zu geringe Zinsen einbringen. Zudem fällt auf die Erträge auch noch Abgeltungssteuer an. Sinnvoller ist es, auf Sparformen zu setzen, die renditestark genug sind, um auch nach Abzug der Inflation Erträge zu liefern.
Wer möchte, dass sein Kapital über Jahrzehnte auch inflationsbereinigt wächst, kommt am Aktienmarkt nicht vorbei. Hier bieten sich ETF-Sparpläne an. Diese werden außerhalb des Altersvorsorgedepots zwar nicht staatlich gefördert, dafür genießen Sparer aber beim freien ETF-Sparen eine maximale Flexibilität: Sie können die Sparraten jederzeit erhöhen, reduzieren, aussetzen oder dauerhaft stoppen. Auch kann ein ETF-Sparplan jederzeit aufgelöst werden, das komplette angesparte Kapital steht dann nach wenigen Tagen zur Verfügung, ohne dass dafür größere Kosten entstehen würden.
Dennoch gilt: Nur wer einen nennenswerten Teil seines Einkommens spart und diszipliniert daran festhält, kann mit einem ETF-Sparplan auf Dauer ein größeres Vermögen ansammeln. Dann spielt dem Sparer nämlich der Zinseszinseffekt in die Karten: Durch die sofortige Wiederanlage der Erträge kann das Vermögen im Lauf der Jahre und Jahrzehnte stark wachsen. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Denn die Aktienmärkte sind schwankungsanfällig und können auch über längere Zeiträume fallen. Je länger aber die Anlagedauer, desto höher die Wahrscheinlichkeit von positiven Erträgen.
Auch eine Immobilie kann ein sinnvoller Teil der privaten Altersvorsorge sein. Wer im Alter in den eigenen vier Wänden wohnt, der spart sich die Miete und genießt dadurch eine erhebliche finanzielle Entlastung. Eine vermietete Immobilie wiederum bringt Mieteinnahmen. Grundsätzlich gilt bei Immobilien zur Kapitalanlage allerdings: Sie verursachen viel Arbeit (Instandhaltung, Mietersuche, Nebenkostenabrechnungen erstellen usw…). Nicht jeder möchte sich im Alter mit diesen Problemen herumschlagen.
Das Altersvorsorgedepot startet 2027. Informieren Sie sich schon jetzt und bleiben Sie auf dem Laufenden: Registrieren Sie sich hier und erhalten Sie per E-Mail regelmäßige Updates zum Altersvorsorgedepot.
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Ab 2027 bietet das Altersvorsorgedepot neue Möglichkeiten für die private Altersvorsorge. Finden Sie heraus, ob sich das Modell für Sie lohnt.