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Private Altersvorsorge
Die Riester-Rente wird Anfang 2027 vom Altersvorsorgedepot abgelöst. Für all diejenigen, die einen Riester-Vertrag haben, stellt sich damit die Frage, was sie nun am besten damit machen sollten.
Funktion Experte für Altersvorsorge
1. Oktober 2026
Das Altersvorsorgedepot – da sind sich die meisten Experten einig – ist der Riester-Rente überlegen. Denn die Beitragsgarantie fällt weg. Dadurch kann der Wert des angesparten Kapitals zwar deutlich stärker schwanken, auch Verluste sind nicht auszuschließen. Es ist aber auch eine wesentlich höhere Rendite möglich. Auch sind die Kosten beim Altersvorsorgedepot deutlich niedriger. Zudem sind die staatlichen Zulagen höher und die Steuervorteile interessanter.
Allen, die riestern, bieten sich nun verschiedene Handelsoptionen:
Sinnvoll ist es in vielen Fällen, den bestehenden Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot zu überführen. Dadurch ergeben sich höhere Renditechancen, weil die Beitragsgarantie wegfällt. Diese hat dazu geführt, dass die Rendite bei vielen Riester-Verträgen sehr gering ausfällt. Beim Altersvorsorgedepot muss man allerdings bereit sein, auch höhere Risiken in Kauf zu nehmen (siehe oben). Zudem bietet das Altersvorsorgedepot die Chance auf flexiblere Auszahlungsformen als bei der klassischen lebenslangen Riester-Rente.
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So kann beim Altersvorsorgedepot bei Rentenbeginn auf Wunsch bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals sofort ausgezahlt werden. Auch ist das Kapital dann möglicherweise leichter vererbbar. Die Zulagen gehen in der Regel nicht verloren, da es sich nicht um eine Kündigung, sondern um einen Übertrag handelt. Bevor man handelt, sollte man sich aber vergewissern, dass dies auch so zutrifft. Denn die endgültigen Bedingungen stehen Stand Ende Juli 2027 noch nicht fest.
Folgende Rechnung zeigt anhand des Beispiels eines 55-Jährigen mit 2 Kindern, der bereits 20.000 Euro Riester-Guthaben erwirtschaftet hat, dass der Wechsel in das Altersvorsorgedepot gegenüber einem Verbleib in der Riester-Rente enorme finanzielle Vorteile bringen kann:
Alternativ kann es auch interessant sein, den Riester-Vertrag weiterlaufen zu lassen, aber beitragsfrei zu stellen. Parallel eröffnet man ein Altersvorsorgedepot und überweist die Sparraten ab sofort dorthin. Dadurch bleibt der Riester-Vertrag unangetastet und es drohen keine Rückzahlungen von Zulagen und Steuervorteilen.
Den Riester-Vertrag weiterzuführen und auf das AV-Depot zu verzichten, kann eine bequeme und sinnvolle Lösung für ältere Sparer sein, die in absehbarer Zeit Rente gehen und sich nicht mehr mit dem AV-Depot beschäftigen möchten. Man verzichtet dann zwar auf die Chance auf höhere Renditen bis zum Renteneintritt. Da es sich aber nur um eine kurze Zeitspanne handelt, dürfte das nicht besonders ins Gewicht fallen.
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Den Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen und trotzdem auf das AV-Depot zu verzichten, bietet sich dann an, wenn man sich die Beiträge nicht mehr leisten kann oder möchte. Dadurch entsteht zwar kein neues Guthaben und man bekommt auch keine Zulagen mehr, immerhin gehen die bereits erhaltenen Zulagen und Steuervorteile aber nicht verloren.
Eine Kündigung des Riester-Vertrages ist nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Denn sie kann dazu führen, dass man staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen muss. Am Ende kann es passieren, dass man dadurch trotz jahrzehntelangem Sparen weniger rausbekommt als man im Lauf der Jahre eingezahlt hat. Die Kündigung lohnt sich deshalb in der Regel allenfalls für jemanden, der den Vertrag noch nicht lange laufen hat und noch jahrzehntelang Zeit hat, in das AV-Depot einzuzahlen.
Grundsätzlich sollten folgende Komponenten bei der Entscheidung eine Rolle spielen:
In weiteren Artikeln erfahren Sie, welche Modelle es beim Altersvorsorgedepot gibt, für wen sich das Altersvorsorgedepot lohnt und wie sich das Altersvorsorgedepot zum Steuern sparen eignet.
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