Gesetzliche Rente: Vorbezug und Aufschub

Wer vor der gesetzlichen Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, kann die gesetzliche Rente entsprechend früher beziehen. Die Rente wird dann allerdings lebenslänglich gekürzt, und zwar um 0,3 Prozent pro Monat des vorgezogenen Rentenbeginns.

Die Regelaltersgrenze wird derzeit sukzessive von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für 1947 Geborene beträgt sie 65 Jahre und einen Monat, für 1964 Geborene liegt sie bei 67 Jahren. Eine Ausnahme gilt für langjährige Beitragszahler: 65-jährige, die 45 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, können weiterhin mit 65 in den Ruhestand gehen. Das gleiche gilt für Frauen mit Jahrgang 1951 oder früher, die mehr als 15 Jahre Beiträge beitragspflichtig gearbeitet haben.

Jeder Monat Aufschub erhöht die Rente um 0,5 Prozent

Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet oder finanziell noch nicht auf die Rente angewiesen ist, kann den Rentenbezug aufschieben. Dadurch erhöht sich die Rente während der gesamten Bezugsdauer um 0,5 Prozent für jeden Kalendermonat, den die Rente nicht in Anspruch genommen wird.

Ob sich ein Vorbezug oder ein Aufschub für Sie lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Entscheidung sollte sich auf eine seriöse Budgetplanung für die Zeit im Ruhestand stützen.

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