Geldanlagen

Einkaufmanagerindizes im Euroland überraschend schwach

Die Umfrageergebnisse bei Einkaufsmanagern in der Eurozone fielen anders aus als erwartet. Was die negative Entwicklung auslöste und was die Börsen sonst noch bewegt, erfahren Sie hier. 

Michael Ausfelder
Marktstratege
Publiziert am
26. Juni 2024

Die politische Unruhe in Frankreich scheint derzeit auf die gesamte Eurozone negativ auszustrahlen.

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Der Eurozone Composite Gesamtindex für die Eurozone fiel von 52,5 Punkten auf 50,8, angeführt vom Index für das verarbeitende Gewerbe. Analysten hatten den Datenpunkt unverändert erwartet. 

Der Index für das verarbeitende Gewerbe rauschte von 47,9 Punkten auf 45,6 herunter (siehe blaue Linie in der oberen Grafik "Einkaufsmanagerindizes (PMIs) Industrie").

Die Komponente der Dienstleister sank von 53,4 Punkten auf 52,6 (siehe blaue Linie in der unteren Grafik "Einkaufsmanagerindizes (PMIs) Dienstleister"). Bei beiden war nur ein leichter Rückgang erwartet worden. 

In Deutschland lief es jedoch nicht besser. Der deutsche Composite Gesamtindex fiel marginal weiter als in der gesamten Eurozone auf 50,6 Punkten. Auch hier litt die Industrie am stärksten.

Neuwahlen in Frankreich

Die am 30. Juni und 7. Juli anstehenden Wahlrunden für das französische Parlament werfen ihren Schatten voraus. Präsident Macron hatte nach dem schwachen Abschneiden seiner Partei Renaissance bei den Europawahlen als eine Art Vorwärtsverteidigung Neuwahlen ausgerufen. 

Problem ist nun, dass Parteien des populistischen linken und rechten Lagers in den Umfragen vor der Partei Macrons liegen, deren kostspielige Wahlversprechen vom hoch verschuldeten französischen Staat wohl nicht zu leisten sind. 

Der Ausgang der Wahlen ist im Moment ungewiss, was die Märkte verunsichert. Letztendlich würde wohl die Ankündigung politischer Ausgabenexzesse für Frankreich umgehend zu höheren Refinanzierungskosten am Kapitalmarkt führen, was die überzogene Ausgabenwut beenden würde.

Weitere Wirtschaftsnews

US-Konsumstimmung weniger trüb als befürchtet

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Juni zwar eingetrübt, aber nicht so stark wie befürchtet. Das Barometer, das die Konsumentenlaune misst, sank im Juni von 101,3 auf 100,4 Punkte. Experten hatten jedoch einen Rückgang auf 100 Punkte erwartet. Für die nächsten zwölf Monate erwarten die Experten eine Inflationsrate von 5,4 Prozent.

Schweizerische Nationalbank senkt Leitzins nochmal

Wenige hatten am letzten Donnerstag damit gerechnet, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) zum zweiten Mal nach März den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,25 Prozent senkt. Zuletzt war die Inflation, die maßgebend für die Zinsgestaltung in der Schweiz ist, wieder leicht angestiegen.

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Dies hielt die Notenbank jedoch nicht davon ab, dennoch die Zinsschraube zu lockern. Die Inflationsprognose für die Schweiz fiel niedriger aus, was diesen Schritt ermöglichte. Des Weiteren beobachtet die Schweiz die Zinspolitik der EZB genau. Sollte die Eurozone die Leitzinsen stärker als die Schweiz senken, würde das den Schweizer Franken wahrscheinlich noch stärker gegenüber dem Euro machen. Das würde die Schweizer Exportwirtschaft stärker hemmen.

Deutsche Wirtschaft: Ifo-Index rückläufig

Die deutsche Wirtschaft bekundet weiterhin Mühe, in die Gänge zu kommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Juni von 89,3 auf 88,6 Zähler und damit zum zweiten Mal in Folge. Das trübt die Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 9.000 Fachkräften. Diese schätzen regelmäßig die aktuelle Geschäftslage sowie die Aussichten für die kommenden Monate ein. Sowohl die Gegenwart wie die Zukunft wird von den Führungskräften mit einer leichten Skepsis beurteilt.

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