Geldanlagen

US-Unternehmen glänzen mit hohem Gewinnwachstum

Vor allem Schwergewichte wie Nvidia, Alphabet und Microsoft haben dank hoher Auslandsumsätze vom schwachen Dollar-Wechselkurs profitiert. Experten erwarten für 2026 weitere Gewinnzuwächse.

Porträt von Herrn Tobias Wenz, Senior Financial Analyst bei VZ VermögensZentrum.

Tobias Wenz

Funktion Finanzanalyst

Publiziert am

18. Februar 2026

Die Berichtssaison in den USA ist bereits weit fortgeschritten. Rund 74 Prozent aller S&P-500-Unternehmen haben ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt. Für den S&P 500 betrug das Gewinnwachstum auf Indexebene stolze 13,2 Prozent (vgl. Grafik). Damit liegt das Wachstum zum zweiten Jahr in Folge im zweistelligen Bereich. Haupttreiber waren erneut der IT-Sektor und die Kommunikationsbranche (insbesondere Alphabet und Meta).

Doch woher kommt das hohe Gewinnwachstum? Unternehmen, die ihre Umsätze hauptsächlich im Ausland erzielten, profitierten mitunter von der Dollar-Schwäche. Ihr Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr belief sich im Schnitt auf 17,7 Prozent. Zu ihnen zählen insbesondere Schwergewichte wie Nvidia, Microsoft oder Alphabet. Im Vergleich dazu war das Gewinnwachstum bei inlandsorientierten Unternehmen mit zehn Prozent deutlich geringer.

Ein Blick auf die Umsatzherkunft der US-Unternehmen zeigt zudem, dass 2025 bereits rund 42 Prozent der Umsätze im Ausland erzielt wurden. Während der Finanzkrise 2007/08 betrug dieser erst 25 bis 30 Prozent. Auch in diesem Jahr bietet der Dollar Unterstützung, nachdem er sich weiter abgewertet hat. Anfang des Jahres erwartete die Investmentbank Goldman Sachs ein Gewinnwachstum für den US-Markt von 12 Prozent, inzwischen sind es bereits über 13 Prozent.

Die immer internationalere Ausrichtung der Unternehmen erschwert es Investoren, Risikofaktoren korrekt einzuordnen. Der Hauptsitz und die Indexzugehörigkeit der Großunternehmen spielen dabei keine so große Rolle mehr. Das zeigt ein Beispiel mit McDonalds und Novartis: McDonalds erzielte rund 41 Prozent des Umsatzes in den USA, während es bei Novartis rund 43 Prozent waren. Dennoch ist Novartis ein Schweizer Unternehmen, das Investoren gerne dem Franken und den Schweizer Aktien zuordnen, und McDonalds eine amerikanische Firma aus dem S&P 500 mit Dollar-Exponierung. 

Für Investoren wird es deshalb immer schwieriger, die jeweiligen Währungsrisiken korrekt einzuschätzen. Wenn Unternehmen derart international aufgestellt sind, kann nämlich eine Währungsabsicherung schnell zu einer Überabsicherung führen. 

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Europäische Wirtschaft sendet positive Zeichen

Die Industrieproduktion in der Eurozone sank im Dezember um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit etwas weniger als erwartet. Im Jahresvergleich legte sie um 1,2 Prozent zu, blieb jedoch unter den Prognosen. Besonders stark fiel die Produktion bei Investitionsgütern, während Gebrauchsgüter leicht zulegten. 

Deutschland erleidet kleinen Rückschlag

Die ZEW Konjunkturerwartungen sanken im Februar unerwartet von 59,6 auf 58,3 Punkte statt – wie prognostiziert – zu steigen. Der Indikator zeigt, wie Finanzexperten die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate einschätzen. Der Ausblick bleibt verhalten und unterstreicht, dass die Erholung Europas größter Volkswirtschaft weiterhin fragil ist. 

Teuerung in der Schweiz sinkt leicht

In der Schweiz ist die Teuerung im Januar gegenüber dem Vormonat Dezember leicht um 0,1 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich stieg sie um 0,1 Prozent an. Die Teuerung dürfte auf absehbare Zeit nahe null verharren. Anfang des Jahres wurde der Warenkorb angepasst. Neu umfasst er unter anderem die Preise von Milch auf pflanzlicher Basis, E-Scotter, öffentliche Strom-Ladestationen sowie Wohnmobile.

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