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Geldanlagen
Während Hardware-Hersteller vom globalen KI-Boom profitieren, geraten Software-Giganten unter Druck. Die Folge ist eine ungewöhnliche Marktspaltung, die einmal mehr zeigt, wie entscheidend breite Diversifikation für Anleger bleibt.
Tobias Wenz
Funktion Finanzanalyst
11. Februar 2026
Die Quartalsberichte der großen US‑Technologiekonzerne haben mehrheitlich den Erwartungen entsprochen, jedoch uneinheitliche Kursreaktionen ausgelöst. Besonders die Aktien von Amazon und Microsoft gerieten dabei unter Druck.
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Parallel dazu tritt im breiteren Technologiesektor eine Zweiteilung zwischen Hardware‑ und Software-Unternehmen zutage, die sich auch in den Kursentwicklungen widerspiegelt. Während Hardware-Hersteller zu den Profiteuren des globalen KI‑Ausbaus zählen, stehen die etablierten Software-Anbieter vor neuen Belastungsproben.
Auf der Hardware-Seite treiben zwei Faktoren die Dynamik: eine anhaltende Knappheit zentraler Komponenten sowie der massive Ausbau von KI‑Rechenzentren. Speicherhersteller wie Western Digital, Seagate und Micron verzeichneten starke Kursgewinne – nicht zuletzt, weil sich die Preise für hochwertige RAM ‑Speicher seit Herbst teilweise vervielfacht haben. Da Kapazitätsanpassungen in diesem Segment erfahrungsgemäß lange dauern, dürfte dieser Trend die Branche noch eine Weile begleiten – und gleichzeitig die Margen von Elektronikherstellern wie Apple oder Sony belasten.
Anders präsentiert sich die Lage im Software-Sektor. Unternehmen wie Microsoft, Salesforce oder Palantir sahen sich zuletzt verstärktem Verkaufsdruck ausgesetzt. Grund ist die Sorge, dass neue KI‑Agenten – etwa Claude von Anthropic – Teile klassischer Software-Funktionalitäten substituieren könnten. Ob die Kursrückgänge auf der Software-Seite fundamental gerechtfertigt sind, bleibt offen, denn KI könnte den Softwarehäusern langfristig auch Effizienzgewinne bringen.
Und trotz der Schwäche einzelner Titel blieb der Gesamtmarkt stabil: Während der Nasdaq seit Jahresbeginn seitwärts tendiert, legte der S&P 500 zu – ein Zeichen für eine sektorale Rotation. Der Gesamtmarkt ist nicht angeschlagen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung breiter Diversifikation angesichts sektorspezifischer Risiken.
Die jüngste Entwicklung im KI-Bereich verdeutlicht einmal mehr, dass Stockpicking (also das gezielte Auswählen einzelner Aktien) unnötige Risiken schafft. Wer breit diversifiziert, fährt langfristig besser.
Die Europäische Zentralbank hat am Mittwoch die Leitzinsen zum fünften Mal in Folge unverändert belassen. Der Einlagesatz wurde bei 2,0 Prozent belassen. Zuletzt hatte der Anstieg der Konsumentenpreise in der Eurozone deutlich nachgelassen. Mit 1,7 Prozent lag die Inflationsrate im Januar unter dem EZB-Ziel von zwei Prozent.
Taiwans oberste Handelsunterhändlerin hat den US-Vorstoß, 40 Prozent der taiwanischen Chip-Lieferkette in die USA zu verlagern, als "unmöglich" zurückgewiesen und auf die gewachsene, hochintegrierte Industrie des Landes verwiesen. Analysten halten die US-Onshoring-Ziele angesichts hoher Kosten, Arbeitskräftemangel und Taiwans "Silicon-Shield"-Rolle für unrealistisch.
Japans neue Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat bei der Wahl zum Unterhaus einen Sieg errungen. Ihre Liberaldemokratische Partei (LDP) erreichte mehr als die Zweidrittelmehrheit von 310 Sitzen. Damit kann sie selbst dann Gesetze verabschieden, wenn diese vom Oberhaus abgelehnt werden. Als Reaktion stieg die Tokioter Börse auf ein Rekordhoch.
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