Expertentipps
Erfolgreich Geld anlegen, Steuern reduzieren und die Altersvorsorge optimieren: Lesen Sie unsere Tipps
Geldanlagen
Anhaltende geopolitische Spannungen prägen zwar die Schlagzeilen, doch der Blick auf die fundamentalen Daten ergibt ein anderes Bild: Die globale Wirtschaft entwickelt sich stabiler als erwartet.
Tobias Wenz
Funktion Finanzanalyst
21. Januar 2026
Derzeit wird der Eindruck erweckt, dass das politische und wirtschaftliche Geschehen fast täglich aufs Neue auf den Kopf gestellt wird. Wenn man allerdings diesen (geopolitischen) Lärm ausblendet, zeigt sich ein entspannteres Bild.
Merkblatt
Die jüngsten Wirtschaftsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IMF) zeigen, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr etwas schneller expandieren dürfte als noch im Herbst veranschlagt (vgl. Grafik). Neu erwartet der IMF, dass die globale Wirtschaft im laufenden Jahr um 3,3 Prozent wächst (bisher 3,1 Prozent).
Dahinter verbirgt sich eine Wachstumsbeschleunigung in den USA und in einzelnen europäischen Ländern wie Deutschland.
Im Gegensatz dazu dürfte sich Spaniens Konjunktur nach Jahren des überdurchschnittlichen Wachstums etwas abschwächen. Auffallend ist die erwartete Wachstumsverlangsamung in China – auch wenn sie nun etwas weniger prägnant ausfällt als befürchtet. Nach einem BIP-Wachstum von fünf Prozent im vergangenen Jahr wird für das laufende Jahr eine Zunahme von 4,5 Prozent prognostiziert. Noch im Herbst ging der IMF lediglich von einem Plus von 4,2 Prozent aus.
Die Gründe für die leicht optimistischere Sicht auf die Weltwirtschaft sind steigende Investitionen im Technologiebereich, einschließlich künstlicher Intelligenz (KI), wobei dies in Nordamerika und Asien stärker zum Tragen kommt als in anderen Regionen. Hinzu kommen vergleichsweise hohe Staatsausgaben und geldpolitische Unterstützung. Dies sollte den handelspolitischen Gegenwind kompensieren können.
Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Januar deutlich verbessert. Das ZEW-Barometer (Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung) sprang um 13,8 Punkte auf 59,6 Zähler und übertraf die Prognosen. Auch die Lageeinschätzung hellte sich leicht auf. Zugleich stützt ein wachsender Auftragsbestand die Hoffnung auf eine industrielle Erholung, trotz anhaltender Risiken durch die US-Handelspolitik.
Angesichts der Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland und einer möglichen Eskalation mit Europa setzen Gold und Silber ihren Rekordlauf fort. Für Gold werden inzwischen über 4.800 Dollar bezahlt, Silber wird bei über 95 Dollar gehandelt.
Die chinesische Zentralbank hat ihre Leitzinsen zum achten Mal in Folge unverändert gelassen. Die People’s Bank of China beließ die einjährige Loan Prime Rate am Dienstag bei 3,0 Prozent und den fünfjährigen Satz bei 3,5 Prozent, wie von Analysten erwartet.
Sie möchten in Aktien und ETFs investieren oder Ihr Depot verbessern? Nutzen Sie den kostenfreien Depot-Check beim VZ. Schreiben Sie an kontakt [at] vzde.com (kontakt[at]vzde[dot]com) oder sprechen Sie mit den Anlageexpertinnen und -experten: Reservieren Sie Ihr kostenfreies und unverbindliches Beratungsgespräch in einem VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe.
Merkblatt
Möchten Sie mehr aus Ihrem Vermögen machen? Im kostenfreien Merkblatt erfahren Sie, worauf Sie bei Geldanlagen achten sollten und wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden können.