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Geopolitische Spannungen, verunsicherte Verbraucher – und dennoch überraschend starke Einzelhandelszahlen: Warum der robuste US-Konsum im März weniger ein Zeichen neuer Stärke als das Ergebnis anderer Effekte ist.
Funktion Finanzexperte
22. April 2026
Die jüngsten Entwicklungen in Teheran deuten darauf hin, dass die Revolutionsgarden und damit die Hardliner die Kontrolle übernommen haben. Ein Regimewechsel, auf den Washington zumindest implizit gehofft hatte, rückt damit in die Ferne.
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Verhandlungen dürften sich entsprechend als äußerst schwierig und langwierig erweisen. Daher spricht vieles dafür, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis mehr Klarheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten herrscht.
Für die US-Wirtschaft bleiben die konjunkturellen Folgen des Krieges vorerst jedoch überschaubar. Darauf deuten auch die Einzelhandelsumsätze hin, die für den Monat März veröffentlicht wurden: Der Einzelhandel entwickelte sich überraschend robust und legte gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent zu – eine ungewöhnlich hohe Wachstumsrate (siehe Grafik unten). Auf den ersten Blick wirkt das kräftige Umsatzwachstum paradox, da die Stimmung unter den privaten Haushalten zuletzt verhalten war. Der scheinbare Widerspruch löst sich jedoch schnell auf: Ein wesentlicher Treiber dieses Umsatzwachstums war der deutlich gestiegene Benzinpreis.
Der Benzinverbrauch ist in den USA nur begrenzt anpassungsfähig. Viele US-Amerikaner sind auf das Auto angewiesen und können trotz höherer Energiepreise nicht kurzfristig auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen. Sie kaufen daher ähnlich viel Benzin wie zuvor, zahlen dafür aber deutlich mehr. Das treibt die gemeldeten Umsätze nach oben.
Ein Blick auf die sogenannte Kontrollgruppe, bei der Benzin explizit ausgeklammert wird, bestätigt dieses Bild. Hier fällt das Umsatzwachstum wesentlich geringer aus – mit 0,7 Prozent bleibt es aber grundsätzlich solide. Das spricht dafür, dass die US-Wirtschaft trotz geopolitischer Unsicherheiten weiterhin in einem vergleichsweise hohen Tempo expandiert.
Neben dem ökonomischen gibt es allerdings einen politischen Preis: Die Zustimmungswerte der Regierung Trump sind deutlich gesunken. Zudem wurde der Konsum im März durch außergewöhnlich hohe Steuerrückerstattungen gestützt. Bleibt das Konsumentenvertrauen gedämpft und laufen dazu die unterstützenden Sondereffekte aus, dürfte der Rückenwind für den Einzelhandel mittelfristig nachlassen.
Der Oberste Gerichtshof der USA (Supreme Court) hat einen Teil der von der US-Regierung erhobenen Einfuhrzölle für rechtswidrig erklärt, weshalb betroffene Unternehmen Rückerstattungen verlangen können. Die US-Zollbehörden rechnen insgesamt mit Rückerstattungen in Höhe von 166 Milliarden US Dollar.
China hat im ersten Quartal 2026 ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt und damit die Erwartungen leicht übertroffen. Dies ist vor allem durch starke Exporte und eine robuste Industrieproduktion gestützt. Gleichzeitig bleibt die Binnennachfrage schwach, während Investitionen und Detailhandelsumsätze nur verhalten zulegen. Der Iran-Konflikt und die damit verbundenen Energiepreisschocks belasten zudem den Ausblick.
Die Investitionspläne deutscher Unternehmen haben sich laut ifo Institut im März leicht aufgehellt und liegen nun wieder im positiven Bereich. Treiber ist eine verbesserte Auftragslage in der Industrie, während höhere Energiekosten und Unsicherheiten im Zuge geopolitischer Spannungen die Dynamik bremsen. In nicht-energieintensiven Branchen nimmt die Investitionsbereitschaft besonders zu, während sie etwa in der Chemie weiterhin gedämpft bleibt
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