Inflation frisst Ihr Vermögen auf: So steuern Sie dagegen

Geldanlagen

Die Teuerung schlägt schleichend zu. Jahr für Jahr nimmt die Kaufkraft ab und der Wert des Vermögens verringert sich. Doch es gibt Wege, sich davor zu schützen.

Porträt von Frau Melissa Gözler, Beraterin in Lörrach.

Melissa Gözler

Funktion Anlageexpertin

Publiziert am

26. August 2026

Ein paar Jahre lang spielte sie kaum noch eine Rolle, aber jetzt ist sie zurück: die Inflation. In Deutschland sind jährliche Teuerungsraten weit über 2 Prozent wieder die Regel. Weil die Gehälter nicht in gleichem Maße steigen, müssen viele ihren Konsum einschränken.

Betroffen sind die Deutschen nicht nur als Verbraucher, sondern auch als Sparer: Die Zinsen auf Tagesgeld, Festgeld und Sparbüchern sind heute selten höher als die Inflationsrate – wenn überhaupt. Zieht man davon die Abgeltungssteuer von gut 26 Prozent ab, werden solche Geldanlagen zum Minusgeschäft.

Die Grafik unten illustriert, wie dramatisch der Wertverlust ist. Mit einem Tagesgeldkonto zu 1 Prozent kommt man nach Steuern auf eine Jahresrendite von 0,7 Prozent. Wegen der Inflation verliert das Kapital im Lauf der Jahre immer mehr an Wert: Real entsteht schon bei einer moderaten Inflation von 2 Prozent ein Verlust. Nach 20 Jahren sind 22,5 Prozent der Kaufkraft verloren. Bei 4 Prozent Inflation beträgt der Kaufkraftverlust 49 Prozent, bei 6 Prozent Inflation 66,5 Prozent.

Entscheidend ist der reale Wert

Aufhalten lässt sich der reale Verlust nur, wenn die Rendite höher ist als die Inflation. Mit Immobilien ist das grundsätzlich möglich, es gibt jedoch mehrere Probleme dabei: Die meisten können sich höchstens ein oder zwei Objekte leisten. Dadurch entsteht ein Klumpenrisiko. Dazu kommt, dass Immobilienbesitz viel Aufwand verursacht.

Zielführender sind Wertpapiere, also Aktien und Anleihen. In der Vergangenheit brachten sie je nach Gewichtung 4 bis 8 Prozent pro Jahr ein. Zwar muss man Kursschwankungen aushalten, die Wahrscheinlichkeit einer positiven Nettorendite ist jedoch hoch. Wer sich hingegen mit Zinsen unterhalb der Inflationsrate zufriedengibt, verliert auf jeden Fall.

Tipp: Erfahrene Experten können Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Vermögen vor der Inflation schützen, ohne zu hohe Risiken einzugehen.

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