Private Altersvorsorge

Für wen lohnt sich die Altersvorsorge mit Steuervorteil?

Top-Verdiener, Führungskräfte, Unternehmer und Selbstständige, die privat für das Alter vorsorgen, können sich dabei große Steuervorteile zunutze machen. Das kann auch im Zusammenhang mit einer Abfindung interessant sein.

Henrik Arning

Ruhestandsexperte
Aktualisiert am
07. November 2022

Steuerersparnis dank hohem Sonderausgabenabzug

Jeder Steuerpflichtige kann bei der Altersvorsorge einen beachtlichen Teil der Beiträge steuerfrei einzahlen. Einzelpersonen können 2022 Beiträge bis 25.639 Euro einbringen, Ehepaare bis zu 51.278 Euro. 94 Prozent davon können sie 2022 als Sonderausgabe vom zu versteuernden Einkommen abziehen, das sind für Ledige 24.100 Euro und für Ehepaare 48.200 Euro. Bis 2025 steigt dieser Anteil auf 100 Prozent. Je höher das Einkommen ist und damit der Einkommensteuersatz, desto mehr lohnt es sich.

Merkblatt

Altersvorsorge mit Wertpapieren: Kapitalaufbau mit Steuervorteil

Die staatlich geförderte Altersvorsorge ist interessant für alle, die ein hohes steuerpflichtiges Einkommen haben.

Die private Vorsorge für Top-Verdiener und Unternehmer

Das lohnt sich nicht nur für angestellte Top-Verdiener und Führungskräfte, die ihre private Altersvorsorge aufstocken wollen. Auch Unternehmer und Selbstständige haben die Möglichkeit, staatlich gefördert privat für das Alter vorzusorgen. Bei hohen zu versteuernden Einkünften können damit ihre Steuerlast senken. Dieser Weg ist außerdem empfehlenswert für Freiberufler ohne Versorgungswerk und Ehepartner ohne eigenen Rentenanspruch.

Steuervorteil kurz vor dem Ruhestand

Interessant ist die steuerbegünstigte Altersvorsorge für Ältere, die von ihrem Arbeitgeber eine Abfindung erhalten haben. Wer kein Gehalt mehr bezieht und unter 62 ist, kann einen Einmalbetrag von bis zu 51.278 Euro pro Jahr in die Altersvorsorge einbringen und davon – als Verheirateter – 48.200 Euro als Sonderausgabe absetzen. Falls noch Gehalt bezogen wird, macht das die Sache meistens uninteressant, denn dann verringert sich der abzugsfähige Anteil durch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung deutlich.

Besteuerung erfolgt im Ruhestand

In der Auszahlungsphase ist die Rente teilweise zu versteuern. Der zu versteuernde Anteil liegt 2022 bei 82 Prozent und steigt bis 2040 jedes Jahr um 1 Prozentpunkt. Wer 2040 oder später in Rente geht, muss seine Rente vollständig versteuern.