Geldanlagen

Dividenden: Anleger können sich auf hohe Ausschüttungen freuen

Trotz der aktuellen Korrektur an den Märkten: Die großen DAX-Unternehmen sind mit ihren Jahreszielen weitgehend auf Kurs. Das verspricht eine der höchsten je getätigten Gewinnausschüttungen an die Aktionäre im nächsten Frühjahr.

Nicole Negru

Finanzexpertin
Publiziert am
02. November 2022

Es ist eine gute Nachricht für Anleger inmitten der mauen Großwetterlage an den Märkten. Dem Ukraine-Krieg, der hohen Inflation, den steigenden Zinsen und den deutlich gefallenen Aktienkursen zum Trotz: Die DAX-Konzerne Mercedes-Benz, Allianz, BMW, Volkswagen und Siemens werden den Prognosen des Finanzdatenanbieters Bloomberg zufolge im kommenden Jahr mindestens die Höhe ihrer Dividenden von 2022 beibehalten können. Anleger können sich damit im kommenden Frühjahr auf einen Geldregen freuen. Denn die fünf genannten Konzerne trugen in diesem Jahr bereits maßgeblich zur gesamten Dividendenausschüttung in Deutschland bei.

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Zu Mercedes & Co. gesellen sich noch andere spendable Unternehmen. Der Chemiekonzern BASF und die Deutsche Post zum Beispiel dürften Anlegern eine am aktuellen Aktienkurs bemessene Dividendenrendite von rund 7,5 bzw. 5 Prozent bescheren. Diese Zahl berechnet sich aus der ausgeschütteten Dividende in Relation zum Kaufpreis der Aktie. Da die Dividenden in Deutschland einmal jährlich ausbezahlt werden, werden sie oft mit den Zinszahlungen von Anleihen (Coupon) verglichen. Allerdings müssen sich Anleger vor Augen halten, dass die Kurse von Aktien in der Regel viel stärker schwanken als jene von Anleihen.

Milliardenausschüttung für Anleger

Dank den guten Dividendenaussichten dürfte die Gesamtausschüttung im DAX auch im kommenden Frühjahr über 45 Milliarden Euro betragen. Aktuell beträgt die Dividendenrendite von deutschen Aktien im Schnitt rund 3,5 Prozent. Ein kräftiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr als sie bei vergleichsweise bescheidenen 2,1 Prozent lag.  Hauptgrund sind jedoch nicht Dividendenerhöhungen, sondern die deutlichen Kurskorrekturen: Bei unveränderter Ausschüttung erhöht sich die Dividendenrendite, wenn die Aktienkurse nach unten gehen. Mit der aktuellen Dividendenrendite steht der deutsche Aktienmarkt im internationalen Vergleich überdurchschnittlich da.

Was machen mit den Dividenden?

Wie können Anleger langfristig erfolgreich in dividendenstarke Titel investieren? Nur auf einzelne Kennzahlen wie eine hohe Dividendenrendite zu schauen, greift zu kurz. Denn letztlich bieten auch üppige Ausschüttungen keinen Schutz vor Kursverlusten, welche die ausbezahlte Dividende deutlich übertreffen können.

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Eine gute Möglichkeit, diversifiziert in starke Dividendenzahler zu investieren, sind Dividenden-ETFs. Das sind passiv gemanagte, kostengünstige Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Mit ETFs setzen Anleger automatisch auf eine Vielzahl von Aktien und gehen damit ein deutlich geringeres Risiko ein als wenn sie sich einige wenige Dividendenperlen ins Depot holen.

Bei einem ETF stellt sich zusätzlich noch die Frage, ob man die Dividende als jährliche Auszahlung beziehen will – oder diese mit einem sogenannten thesaurierenden ETF gleich wieder investieren möchte. Letzterer bietet den Vorteil, dass durch den Zinseszins- und Reinvestitionseffekt die langfristige Rendite in der Regel deutlich höher ausfällt als bei einem Bezug der Ausschüttungen. Dennoch müssen sich die Anleger darüber im Klaren sein, dass auch bei ETFs Verlust- und Schwankungsrisiken bestehen.

Eine weitere Möglichkeit, in ausschüttungsstarke Titel zu investieren, bieten spezielle Dividendenstrategien. Ein professioneller Vermögensverwalter wählt dann Unternehmen mit hohen und zuverlässigen Ausschüttungen aus und kümmert sich um den Kauf, die Überwachung und wenn notwendig den rechtzeitigen Verkauf der Titel. Die Spezialisten analysieren zudem die Firmen und deren Bilanzen. Anhand dieser Prüfung beurteilen sie das Potenzial der Unternehmen, auch in Zukunft Gewinne zu erwirtschaften und Dividendenausschüttungen sicherzustellen.

Unabhängig davon, ob man sich für einzelne Aktien, einen speziellen Dividenden-ETF oder für eine Dividendenstrategie entscheidet, gilt: Man sollte sich nie nur anhand der erwarteten Ausschüttungen für eine Anlage entscheiden. Wichtig sind immer auch die persönlichen finanziellen Verhältnisse und die Gewissheit, dass Aktien starken Kursschwankungen unterliegen können. Dividendentitel sollten nur einen Teil der Anlagesumme umfassen und als Ergänzung im Rahmen einer Gesamtanlagestrategie eingesetzt werden.

Tipp: Das VZ VermögensZentrum bietet eine spezielle, auf hohe Ausschüttungen ausgelegte Anlagestrategie an: das VZ-Ausschüttungsmandat. Wenn Sie wissen möchten, wie das im Detail funktioniert, bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "VZ-Vermögensverwaltung mit Ausschüttungen" oder wenden Sie sich an einen Berater in einem VZ in Ihrer Nähe. Das Erstgespräch ist kostenlos.