Private Altersvorsorge

Beim ETF-Sparen Steuervorteile nutzen

Für den Vermögensaufbau werden ETF-Sparpläne immer beliebter. Nur wenigen Anlegern ist aber bekannt, dass sie mit einem ETF-Sparplan auch noch in erheblichem Maße Steuern sparen können.

Andreas Limoser

Ruhestandsexperte
Aktualisiert am
28. August 2022

Die Vorteile von ETF-Sparplänen für den Vermögensaufbau und die Geldanlage sprechen sich allmählich herum. Denn es gibt kaum eine einfachere und kostengünstigere Methode, von den Chancen zu profitieren, die der Kapitalmarkt bietet. Anleger investieren jeden Monat eine bestimmte Summe in einen oder mehrere börsengehandelte Indexfonds (ETFs).

Informieren Sie sich regelmäßig zu Ruhestand, Geldanlagen, Immobilien, Finanz- und Nachlassplanung.

ETFs haben den Vorteil, dass sie ganze Börsenindizes wie den DAX oder den weltweiten MSCI World abbilden. Auf diese Weise investieren Anleger mühelos und ohne eigenes Zutun an den Kapitalmärkten. Zudem sind ETFs extrem kostengünstig, weil sie keine Aktienauswahl treffen und deshalb keine hochbezahlten Fondsmanager benötigen. Ausgabeaufschläge fallen keine an und auch die laufenden Kosten sind in der Regel deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

Günstiger Durchschnittspreis

Indem Anleger jeden Monat einen festen Betrag in einen ETF-Sparplan investieren, kaufen sie automatisch viele Anteile, wenn die Kurse gerade niedrig sind und entsprechend weniger Anteile, wenn die Kurse gerade hoch sind.

Merkblatt

Mit einem ETF-Sparplan günstig ein Vermögen aufbauen

Sparkonten sind bei niedrigen Zinsen ein Verlustgeschäft. Fondssparpläne sind keine gute Alternative, denn hohe Gebühren zehren an der Rendite.

Auf diese Weise zahlen sie über die Zeit insgesamt einen günstigen Durchschnittspreis für ihre Anteile, was sich positiv auf die Rendite auswirken kann – auch wenn es natürlich keine Garantie auf Kursgewinne gibt, denn die Kapitalmärkte sind naturgemäß Kursschwankungen unterworfen und können auch einmal über längere Zeiträume im Minus notieren. Je länger jedoch die Anlagedauer, umso geringer die Wahrscheinlichkeit von Verlusten.

Noch breitere Streuung durch Verteilung auf verschiedene ETFs

Beim VZ VermögensZentrum zum Beispiel können Sie bereits ab 100 Euro monatlich einen ETF-Sparplan besparen. Das Besondere daran: Ihr Geld fließt nicht nur in einen ETF, sondern in eine Auswahl unterschiedlicher ETFs, die in verschiedene Indizes investieren. Auf diese Weise wird Ihr Geld auch bei geringen Sparbeträgen noch breiter diversifiziert angelegt als bei einem ETF-Sparplan, bei dem der volle Sparbeitrag in einen einzigen ETF fließt. 

Bedeutende Steuervorteile sichern

Was aber die wenigsten Anleger wissen: Sie können sich mit einem ETF-Sparplan auch noch bedeutende Steuervorteile sichern – wenn sie ihn mit der staatliche geförderten Basisrente kombinieren. Jahr für Jahr können Sparer damit erhebliche Beträge von der Steuer absetzen:

Merkblatt

Basisrente mit Wertpapieren: Altersvorsorge mit Steuervorteil

Die Basisrente ist eine steuerbegünstigte Altersvorsorge, bei der man hohe Beträge steuerlich geltend machen kann.

Ledige können bis zu 25.639 Euro in einen ETF-Sparplan einzahlen und davon 94 Prozent als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung angeben. Bei Ehepaaren ist es sogar die doppelte Summe, also 51.278 Euro (Werte für 2022).

Auf flexible Beträge achten

Doch damit nicht genug: Ein zweiter Steuervorteil besteht darin, dass die Kapitalerträge nicht besteuert werden. Ein Beispiel verdeutlicht, wie viel das ausmacht: Ein Paar, das über zehn Jahre insgesamt 120.000 Euro in die Basisrente einzahlt, trägt bei einem Steuersatz von 46 Prozent lediglich einen Eigenanteil von 66.980 Euro. Den Rest bringt die Steuerersparnis.

Bei der Wahl der Basisrente sollten Sie auf flexible Beträge achten, denn so sind Extrazahlungen jederzeit möglich. Im Ruhestand erhalten Sie die angesparte Summe als monatliche Zusatzrente ausbezahlt. Diese muss dann zwar versteuert werden, aber zum dann in der Regel deutlich niedrigeren individuellen Steuersatz.