Erben & Vererben

Steuern sparen im Ruhestand: Die wichtigsten Tipps

Viele Rentner zahlen hohe Steuern. Doch es gibt Wege, die Steuerlast im Alter zu senken. Seit Januar zählt dazu auch die Aktivrente.

Porträt von Herrn Alexander Wunder, Niederlassungsleiter in Nürnberg.

Alexander Wunder

Funktion Finanzexperte

Publiziert am

20. März 2026

In Deutschland müssen immer mehr Rentner Steuern zahlen, weil der steuerfreie Anteil der Renten stufenweise gesenkt wird. 

Zudem gehen viele Rentner einer Erwerbstätigkeit nach. Sind sie gesetzlich krankenversichert, müssen sie auf die Renten auch Sozialabgaben zahlen. Im Beispiel in der Tabelle unten schmälern die Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung zusammen mit den Steuern die Renten erheblich. Es gibt jedoch Wege, die Abgabenlast zu senken.

Aktivrente

Am 1. Januar wurde die Aktivrente eingeführt: Jetzt können Rentner 2.000 Euro im Monat steuerfrei verdienen. Ab dem ersten Euro fallen aber Sozialabgaben an. Voraussetzung für die Aktivrente ist, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht ist. Wer also zum Beispiel mit 63 in Frührente geht, kann die Aktivrente erst nutzen, wenn er das Regelrentenalter erreicht hat. Für Selbstständige, Freiberufler und Beamte gibt es keine Aktivrente.

Ehrenamt und Minijobs

Für Ehrenämter sind 3.300 Euro pro Jahr von der Einkommenssteuer befreit, und für nicht-pädagogische Ehrenämter gilt eine zusätzliche steuerfreie Pauschale von 960 Euro im Jahr. Steuerfrei sind auch Minijobs auf 603-Euro-Basis.

Kosten absetzen

Ärztliche Behandlungen und Medikamente können als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden. Absetzbar sind für Rentner unter anderem auch Unterhaltszahlungen an frühere Ehepartner und volljährige Kinder sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Welche Steuern genau auf Sie zukommen, erfahren Sie aus dem Merkblatt. Oder lassen Sie sich im VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe beraten. Das erste Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich.