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Geldanlagen
Viele Anleger glauben, dass sie ihre Rendite mit KI auf ein neues Niveau heben könnten. Was vielversprechend klingt, wird an der Börse kaum belohnt.
Melissa Gözler
Funktion Anlageexpertin
17. Juni 2026
Künstliche Intelligenz (KI) bietet viele Chancen: Ob als Analysetool oder Rechenhilfe – eine Frage genügt, und die Modelle liefern beeindruckende Ergebnisse. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen KI auch für Geldanlagen nutzen. Sie erhoffen sich, damit den Markt zu schlagen.
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Die Realität sieht allerdings anders aus. KI kann zwar große Datenmengen auswerten und Prozesse effizienter machen. Wenn es aber darum geht, Anlagechancen in den Kursbewegungen zu erkennen, stößt sie an Grenzen, denn sie blickt immer in die Vergangenheit. Mit einem rückwärts gerichteten Ansatz kann man langfristig kaum eine höhere Rendite erzielen als der Markt, denn die Zukunft hält viele Überraschungen bereit.
Den Boom der Rüstungsindustrie zum Beispiel hätte vor wenigen Jahren kaum jemand erahnt. Mit dem effizienten Verarbeiten der Vergangenheit, das KI ermöglicht, gewinnt man wenig Prognosekraft für die Zukunft.
Tipp: Anleger, die den Markt nachbilden, statt zu versuchen, die Zukunft vorherzusagen, schneiden meistens besser ab. Am einfachsten ist das mit ETFs, die ihren Börsenindex 1:1 abbilden. Diese erzielen die Marktrendite – man gewinnt und verliert damit also immer in etwa gleich viel wie der Markt. Für die meisten Anleger ist das sinnvoll.
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