Tobias Wenz
Funktion Finanzanalyst
Geldanlagen
Der US-Online-Handel ist mit hohen Umsätzen ins Weihnachtsgeschäft gestartet. Starke Black-Friday-Zahlen und digitale Shopping-Trends sorgen für einen robusten Saisonauftakt.
Tobias Wenz
Funktion Finanzanalyst
03. Dezember 2025
Der US-Onlinehandel hat die sogenannte Holiday Season mit einem starken Black Friday eingeläutet und zeigt sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten robust. Daten des Software-Spezialisten Adobe zum Online-Umsatz bestätigen die anhaltende Ausgabefreude vieler US-Haushalte. Allein am Black Friday (28. November) wurden über den digitalen Kanal 11,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt, was einem signifikanten Wachstum von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für die gesamte Saison, die die Monate November und Dezember umfasst, prognostizieren Experten einen Anstieg der Online-Verkäufe um rund fünf Prozent. Bis zum Sonntag vor dem Cyber Monday (1. Dezember) wurden bereits kumulierte Online-Umsätze von 123,2 Milliarden Dollar verzeichnet.
Merkblatt
Auffällig ist, dass sich die Art des Einkaufens verändert: KI-Agenten übernehmen zunehmend die Rolle virtueller Einkaufsberater und erleichtern die Produktsuche. Dies vor allem auf Desktop-Geräten, mobil ist der Einsatz bislang weniger ausgeprägt. Zudem gewinnt das flexible Zahlungsmodell "Buy Now, Pay Later" (BNPL) rasant an Bedeutung; die Umsätze in diesem Segment stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent.
Analytisch betrachtet spiegeln die Zahlen eine solide Konsumnachfrage wider und deuten auf eine erfolgreiche digitale Shopping-Saison hin. Ein vollständiges Bild des gesamten Weihnachtsgeschäfts steht jedoch noch aus, da die Daten des stationären Handels traditionell erst später verfügbar sind. Ferner bleibt die ökonomische Situation von Haushalten mit niedrigerem Einkommen – und damit die zunehmende Wohlstandsschere – ein kritischer Faktor, der die zukünftige Konsumentwicklung hemmen könnte. Die bisherigen Online-Zahlen zeigen jedoch einen resilienten Start in die wichtigste Shopping-Periode des Jahres.
Die Ausgaben für Rüstungsgüter sind nach Angaben des Instituts Sipri im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die hundert größten Rüstungskonzerne steigerten ihren Umsatz um 5,9 Prozent auf 679 Milliarden Dollar.
Im November fiel der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe unerwartet auf 48,2 Punkte (Vormonat: 48,7), was unter der Prognose von 48,6 Zählern lag. Die Daten könnten den Druck für eine expansivere Geldpolitik erhöhen.
In den USA steigt die Hoffnung, dass die US-Notenbank nächste Woche den Leitzins weiter senken wird. An den Märkten wird aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent eingepreist. Mitte November hatte sie erst bei rund 40 Prozent gelegen.
Sie möchten in Aktien und ETFs investieren oder Ihr Depot verbessern? Nutzen Sie den kostenfreien Depot-Check beim VZ. Schreiben Sie an kontakt [at] vzde.com (kontakt[at]vzde[dot]com) oder sprechen Sie mit den Anlageexpertinnen und -experten: Reservieren Sie Ihr kostenfreies und unverbindliches Beratungsgespräch in einem VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe.
Merkblatt
Merkblatt
Möchten Sie mehr aus Ihrem Vermögen machen? Im kostenfreien Merkblatt erfahren Sie, worauf Sie bei Geldanlagen achten sollten und wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden können.