Geldanlagen

5 goldene Regeln für Anleger

Viele Anlegerinnen und Anleger sind nicht zufrieden mit ihren Ergebnissen an den Kapitalmärkten. Der häufigste Grund: Sie begehen vermeidbare Fehler. Wer folgende 5 Regeln beachtet, hat gute Chancen, besser abzuschneiden.

Michael Ausfelder
Marktstratege
Aktualisiert am
21. Februar 2024

1. Investieren Sie nur freie Liquidität

Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Vermögens und entscheiden Sie, welchen Teil davon Sie kurz- und mittelfristig für geplante Anschaffungen und als eiserne Reserve für unvorhergesehene Ausgaben benötigen. 

Merkblatt

Depot-Check: Die häufigsten Fehler bei der Geldanlage

Unabhängige Depot-Checks des VZ zeigen: Viele Anleger gehen mit ihren Wertpapieren zu hohe Risiken ein und nutzen ihre Chancen zu wenig aus.

Dieses Geld sollten Sie auf keinen Fall an den Kapitalmärkten investieren, sondern auf einem Konto parken – auch wenn Sie dafür auf Erträge verzichten müssen. Denn Sie müssen wissen: Grundsätzlich unterliegen Anlagen in Wertpapiere schwankungs- und Verlustrisiken. Wenn Sie Pech haben, müssen Sie sonst ausgerechnet dann zu niedrigen Kursen verkaufen, wenn Sie das Geld benötigen.

Dieselbe Regel gilt analog für Anleger, die regelmäßig einen Teil ihres monatlichen Einkommens in Wertpapieren anlegen möchten. Auch hier gilt: Nur den Teil investieren, den Sie nicht für Miete, Lebenshaltung, Versicherungen, Unterhaltszahlungen oder auch den nächsten Urlaub benötigen.

Auf keinen Fall sollten Sie Wertpapiere auf Kredit kaufen. Das kann böse schiefgehen. Denn wenn die Kurse stark fallen, werden die Banken schnell unruhig und verlangen die Rückzahlung des Kredits. Dann müssen Sie zu niedrigen Kursen verkaufen – mit der Folge, dass die Erlöse aus den Verkäufen nicht ausreichen, um den Kredit zu tilgen. Haben Sie dann keine Rücklagen oder anderes Vermögen, müssen Sie im schlimmsten Fall Privatinsolvenz anmelden.

2. Teilen Sie das Vermögen sinnvoll auf

Überlegen Sie sich, welchen Teil Ihres liquiden Vermögens Sie in welche Anlageklasse investieren wollen. Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem auch von ihrer individuellen Risikofreude und -tragfähigkeit. Je höher diese ist, desto höher kann der Anteil sein, der in Aktien investiert wird – und umgekehrt. In der Regel ist es auch für risikofreudige Anleger sinnvoll, einen Teil in Anleihen zu investieren. Denn Anleihen sorgen gerade in unruhigen Börsenzeiten für Stabilität im Depot. 

Besitzen Sie mehrere Immobilien, kann es sich lohnen, darüber nachzudenken, eine davon zu veräußern und den Erlös am Kapitalmarkt zu investieren. Denn mit Dividenden können Sie in der Regel deutlich höhere Renditen erzielen als mit Mieteinnahmen. Zudem sparen Sie sich damit viel Verwaltungsarbeit.

3. Diversifizieren Sie Ihre Anlagen

Haben Sie den Aktienanteil festgelegt, gilt es, die Anlagen breit über verschiedene Branchen, Märkte und Währungsräume zu streuen – getreu dem Motto: nicht alle Eier in einen Korb.

Merkblatt

Sparen und Anlegen mit ETFs

ETFs werden als Geldanlage immer beliebter. Das Merkblatt fasst das Wichtigste über ETFs zusammen.

 Denn je stärker diversifiziert ihr Portfolio ist, desto geringer auch die Risiken. Wer zum Beispiel sein gesamtes Vermögen in die 40 Werte des Deutschen Aktienindex (DAX) investiert hat, muss in Krisensituationen häufig überdurchschnittlich hohe Kursverluste hinnehmen, weil der DAX viele exportabhängige Unternehmen enthält. 

Auch bei Anleihen gilt der Grundsatz der Streuung: Es gehören sowohl Staatsanleihen als auch Unternehmensanleihen aus verschiedenen Ländern ins Portfolio. 

Umsetzen lässt sich ein diversifiziertes Portfolio am besten über kostengünstige börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Das gilt sowohl für den Aktien- als auch für den Anleihenanteil.

4. Legen Sie eine Anlagestrategie fest und halten Sie daran fest

Die perfekte Anlagestrategie gibt es nicht. Als sinnvoll hat sich jedoch erwiesen, stets in vollem Umfang mit dem Betrag investiert zu sein, der für Investments zur Verfügung steht. Versuche, den Markt durch Timing zu schlagen – also durch Käufe und Verkäufe zum optimalen Zeitpunkt –, gehen meistens schief.

Merkblatt

So finden Sie die richtige Anlagestrategie

Die individuelle Anlagestrategie ist entscheidend für den Anlageerfolg. Das Merkblatt zeigt, wie Sie diese definieren.

Wenn Sie regelmäßig einen bestimmten Betrag investieren möchten, tun Sie das am besten über einen ETF-Sparplan. Denn damit profitieren Sie vom sogenannten Cost-Average-Effekt: Sie kaufen automatisch mehr Anteile bei niedrigen Kursen und weniger Anteile bei hohen Kursen. Auf diese Weise erzielen Sie günstige Durchschnittskurse.

Tipp: Wichtig ist es, an einer bewährten Strategie festzuhalten und nicht davon abzuweichen, wenn es einmal unruhig wird. Verkaufen Sie also auch in Krisenzeiten nicht und besparen Sie Ihren ETF-Sparplan weiter.

5. Achten Sie auf die Kosten

Bei den Produktkosten gibt es enorme Unterschiede. Meiden Sie teure aktive Aktien- und Rentenfonds. Hier werden oftmals bis zu 5 Prozent Ausgabeaufschlag fällig. Hinzu kommen bis zu 2 Prozent jährliche Gebühren. Solch hohe Gebühren schmälern Ihre Erträge in beträchtlichem Ausmaße. Übrigens: Die Gebühren fallen auch an, wenn die Fonds Verluste erwirtschaften. Mit ETFs fahren Sie deutlich günstiger. Bei ETFs fallen keine Ausgabeaufschläge an, weil sie direkt über die Börse erworben werden. Die jährlichen Gebühren liegen im Schnitt deutlich unter 0,5 Prozent. Damit kosten ETFs nur  etwa ein Viertel so viel wie aktive Fonds.

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Weitere Informationen

Tipp: Wenden Sie sich an einen unabhängigen Anbieter wie das VZ VermögensZentrum. Das VZ nimmt keine Provisionen von den Produktanbietern und investiert für Sie deshalb in die Produkte, die am besten zu Ihnen passen. 

Führen Sie am besten ein kostenfreies Erstgespräch mit einer Expertin oder einem Experten in einem VZ in Ihrer Nähe und lassen Sie sich ein auf Sie zugeschnittenes Anlagekonzept ausarbeiten. Über die Webseite des VZ können Sie auch den Leitfaden "Erfolgreich Geld anlegen mit ETFs" bestellen. 

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