Geldanlagen

Zahlen auch Sie zu viel für Ihre Wertpapiere im Depot?

Eine neue VZ-Studie zeigt: Vor allem Kunden von Genossenschafts-, Regional- und Großbanken zahlen Jahr für Jahr deutlich zu viel für die Wertpapiere in ihren Depots.

Publiziert am

1. Juli 2026

Der langfristige Erfolg eines Wertpapierdepots hängt in hohem Maße von den Kosten ab – und damit oft von der Wahl der Bank. Das VZ VermögensZentrum hat für eine aktuelle Studie rund 2.750 Depotauszüge ausgewertet.

Dabei zeigen sich deutliche Kostenunterschiede zwischen den Geldinstituten (siehe Grafik unten). So zahlen die Kunden von Genossenschaftsbanken (zum Beispiel Volks- und Raiffeisenbanken) durchschnittlich 1,31 Prozent pro Jahr für die Finanzprodukte in ihren Depots. Bei Groß- und Regionalbanken liegen diese Kosten im Schnitt bei 1,20 bzw. 1,17 Prozent pro Jahr.

Deutlich günstiger sind Neobanken mit durchschnittlich 0,3 Prozent pro Jahr. Diese Banken bieten allerdings wenig oder gar keine persönliche Beratung. Und die eingeschränkte Erreichbarkeit kann zu einem gewichtigen Nachteil werden, vor allem in turbulenten Börsenphasen.

Kosten schmälern den Anlageerfolg

Ein Kostentreiber in vielen Depots sind aktive Fonds. Hier versuchen Fondsmanager, durch eine geschickte Auswahl der Wertpapiere den Markt zu schlagen und eine höhere Rendite zu erzielen. Obwohl das nur selten gelingt, zahlen Anleger jedes Jahr rund 1,5 Prozent Gebühren für diese Fonds. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sind viel günstiger und in der Regel besser. Sie kosten im Schnitt lediglich knapp 0,25 Prozent pro Jahr. ETFs bilden den Markt passiv ab und erzielen eine Rendite nahe an der durchschnittlichen Marktrendite.

Die höheren Gebühren von aktiven Fonds sind ein wichtiger Grund dafür, dass viele dieser Fonds langfristig hinter der Marktentwicklung zurückbleiben und Anlegern weniger einbringen als ETFs.

Tipp: Liegen auch in Ihrem Depot überteuerte Produkte? Lassen Sie Ihren Bankberater aufschlüsseln, welche Kosten anfallen. Prüfen Sie den Wechsel zu einem Anbieter, der nicht an Finanzprodukten mitverdient und frei im Sinne der Kunden investieren kann. Und holen Sie sich Rat bei unabhängigen Expertinnen oder Experten.

Weitere Informationen

Bestellen Sie die Studie, oder lassen Sie Ihr Depot überprüfen. Dadurch finden Sie heraus, wie Ihr Depot abschneidet und was Sie verbessern können. Oder lassen Sie sich direkt im VZ VermögensZentrum beraten. Die Studie, der Depot-Check und das Erstgespräch sind kostenfrei und verpflichten Sie zu nichts.