Geldanlagen

Wie finde ich die besten Aktien?

Selbst wer bei der Aktienanlage auf große Namen wie Nestlé oder Credit Suisse setzt, kann damit Schiffbruch erleiden, warnt VZ-Anlagechef Christoph Sax. Er könne deshalb nur empfehlen, breit diversifiziert anzulegen und das Depot nicht ständig umzuschichten.

Herr Sax, wie finden Anleger die Gewinner-Aktien der Zukunft?

Sie können Unternehmen analysieren und versuchen, Wachstumspotenzial zu entdecken, das der Markt noch nicht erkannt hat. Dann wären diese Aktien unterbewertet und eine gute Kaufgelegenheit. In der Praxis funktioniert das aber praktisch nie, denn der Markt hat bereits alle relevanten Informationen. Welche neuen Einflüsse morgen auf diese Firmen einwirken werden, weiß heute niemand – man kann also immer nur den Status quo analysieren. Deshalb versuche ich das gar nicht.

Warum nicht einfach Aktien kaufen, die besonders beliebt sind und schon lange gut laufen?

In den Kursen solcher Aktien stecken in der Regel hohe Gewinnerwartungen. Wenn diese Erwartungen nicht oder nur zum Teil erfüllt werden, kann der Kurs umso tiefer fallen. Deshalb wäre ich sehr vorsichtig damit.

Also lieber in Unternehmen investieren, die seit Jahrzehnten besser sind als ihre Konkurrenten?

Das klingt vernünftig – aber leider kann man auch mit dieser Strategie eine Bruchlandung erleben. Schauen Sie zum Beispiel die Aktie von Nestlé an. Jahrzehntelang hieß es, die gehöre in jedes Depot. Denn Nahrungsmittel und vor allem Süßwaren seien immer gefragt. Heute leidet der Konzern unter der Gesundheitswelle: Die Leute essen weniger Schokolade. Darüber hinaus hat das Management schwere Fehler gemacht. Deshalb ist der Aktienkurs stark gefallen. Noch schlimmer erging es der Credit Suisse, die als eine der besten Banken der Welt galt, bis sie Pleite ging. CS-Aktionäre haben einen großen Teil ihres Geldes verloren. Ähnlich erging es Anlegern mit Bayer, VW, BASF und anderen Aktien, die lange als sichere Werte galten.

Das klingt ernüchternd. Was soll man als Anleger denn tun?

Ich kann nur empfehlen, breit diversifiziert anzulegen und das Depot nicht ständig umzuschichten. Diese Strategie lässt sich am besten mit ETFs umsetzen, also mit börsengehandelten Indexfonds, die nur geringe Kosten verursachen. Das ist zwar langweilig, das gebe ich zu – aber erfahrungsgemäß sind die Erfolgschancen damit am besten. Selbstverständlich schwanken auch die Kurse von ETFs, manchmal sogar heftig. Je länger die Anlagedauer ist, desto weniger fallen diese Schwankungen jedoch erfahrungsgemäß ins Gewicht.

Schade, denn wer in Einzelaktien investiert, kann viel über interessante Unternehmen lernen.

Das können Sie ja tun, solange der Großteil Ihres Kapitals in ETFs fließt. Investieren Sie ruhig einen kleinen Teil des Vermögens in Einzelaktien und betrachten Sie das als Spielwiese. Dann tut es nicht so weh, wenn Sie mal völlig danebenliegen und mit einer Aktie einen Totalverlust erleiden. Wenn Sie so vorgehen, haben Sie genauso viel Spaß und denselben Lerneffekt, wie wenn Sie Ihr ganzes Vermögen in Einzelaktien investieren. Wichtig ist auch: Das Angebot an ETFs ist sehr unübersichtlich geworden, deshalb ist es sinnvoll, sich bei der Auswahl beraten zu lassen.

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Zur Person

Christoph Sax (49) ist Chief Investment Officer (CIO) beim VZ VermögensZentrum. Der promovierte Finanzmarkt-Spezialist arbeitet seit 2011 in der Finanzbranche. Bevor er zum VZ wechselte, begleitete er für das Schweizer Wirtschaftsministerium wirtschafts- und finanzpolitische Reformen in Schwellenländern in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank.