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Geldanlagen
Der starke Konsum, aber auch die steigenden Investitionen in KI haben das Wachstum in den USA und der Eurozone beflügelt. Die Weltwirtschaft bleibt damit auf Kurs.
Funktion Finanzexperte
4. November 2026
Die jüngsten BIP-Hochrechnungen für das dritte Quartal zeichnen ein überraschend robustes Bild der Weltwirtschaft. Sowohl in den USA als auch in Europa fiel das Wachstum deutlich stärker aus als von Ökonomen erwartet.
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In den USA legte die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,85 Prozent zu. Damit gewann die US-Wirtschaft gegenüber den vorangegangenen Quartalen nochmals an Dynamik. Treiber dieser Entwicklung war erneut der robuste Privatkonsum. Die Befürchtung, dass höhere Energie- und Treibstoffpreise die Konsumlust der Haushalte bremsen würden, hat sich bislang nicht bewahrheitet.
Zusätzliche Impulse kamen von steigenden Investitionen in digitale Infrastruktur und Rechenzentren. Die hohen Ausgaben im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und dem Ausbau von Rechenkapazitäten tragen damit zunehmend zum Wirtschaftswachstum bei.
Auch die Eurozone entwickelte sich besser als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 0,4 Prozent und damit doppelt so stark wie von Analysten prognostiziert. Deutschland verzeichnete ein Wachstum von 0,2 Prozent und übertraf die Erwartungen ebenfalls. Nach ersten Einschätzungen war auch hier der Privatkonsum ein wichtiger Wachstumstreiber.
Gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust: Die Arbeitslosenquote in der Eurozone lag zuletzt bei 6,5 Prozent und damit weiterhin nahe historisch niedriger Niveaus. Insgesamt deutet die überraschend positive Entwicklung in den USA und Europa darauf hin, dass die Weltwirtschaft trotz höherer Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten auf Kurs bleibt.
Bei den Zwischenwahlen in den USA zeichnet sich ein deutlicher Erfolg der Demokraten ab. Hochrechnungen und erste Ergebnisse deuten auf eine Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat hin. Bis alle Stimmen ausgezählt sind und das amtliche Endergebnis feststeht, dürften jedoch noch einige Tage vergehen.
Die Stimmung in der Industrie der Eurozone hat sich im Oktober leicht verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 52,7 Zähler, blieb damit aber weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Trotz Belastungen durch US-Zölle und geopolitische Konflikte spricht das Unternehmen S&P Global, das den Einkaufsmanagerindex (PMI) erhebt, weiterhin von der stärksten Expansionsphase der Industrie seit mehr als vier Jahren.
In den USA stieg der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Industrieverbands ISM (Institute for Supply Management) von 54,5 auf 55,5 Punkte und blieb damit klar über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Während Neuaufträge und Produktion zulegten, schwächte sich das Beschäftigungswachstum leicht ab, und die Preisentwicklung entspannte sich etwas.
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