Geldanlagen

Was die Rendite schmälert

Die Wahl der Geldanlage folgt selten nüchterner Vernunft – unabhängige, rein rationale Entscheidungen sind eher die Ausnahme. Eine neue VZ-Studie zeigt, welche Faktoren tatsächlich den Ausschlag geben. In der Süddeutschen Zeitung ordnet Robert Leitner vom VZ VermögensZentrum die Ergebnisse ein und liefert vertiefende Einblicke.

Wer sein Geld an der Börse investiert, steht vor einer Vielzahl von Entscheidungen: Einzelaktien oder Fonds? Aktiv oder passiv gemanagt? Einmal investieren oder regelmäßig sparen?

Das VZ Vermögenszentrum hat seit 2020 mehr als 2.750 Portfolios ausgewertet und die Ergebnisse in einer neuen Studie veröffentlicht. Die Auswertungen zeigen deutlich: Je nachdem, bei welcher Bank ein Depot geführt wird, unterscheidet sich dessen Zusammensetzung erheblich. Kundinnen und Kunden von Groß-, Genossenschafts- oder Regionalbanken halten weniger Einzelaktien. Stattdessen dominieren bankeigene Produkte sowie teurere, aktiv gemanagte Fonds. In den untersuchten Depots bei Genossenschaftsbanken machen sie rund 56 Prozent aus. Ganz anders sieht es bei Neobanken und Fintechs aus: Dort prägen Einzelaktien die Portfolios, ihr Anteil liegt bei fast 55 Prozent. 

"Ein wichtiger Faktor ist die Beratung. Sie hat einen großen Einfluss auf die Anlageentscheidungen der Kunden. Das ist bei klassischen Banken gleichzeitig aber auch das Problem, weil sie in erster Linie ihre Produkte verkaufen möchten. Dadurch entsteht ein Interessenkonflikt", sagt Robert Leitner, Research-Leiter beim VZ Vermögenszentrum, in der Süddeutschen Zeitung. 

Das bedeute erst einmal nicht, dass Kunden solcher Banken per se schlechtere Entscheidungen träfen. Denn auch ohne Beratung könnten Depotanbieter versuchen, Anlageentscheidungen so zu beeinflussen, dass es zum eigenen Geschäftsmodell passt: "Digitalere Banken sind gut darin, Menschen im Emotionszyklus zu unterstützen und eher zu mehr Handeln zu motivieren, weil sie damit auch mehr Geld verdienen." Der Emotionszyklus bedeutet hier, dass Anleger sich in ihren Entscheidungen von Kursstürzen oder Hochphasen mitreißen lassen. Privatanleger müssten deshalb stets kritisch hinterfragen, was ihnen die gewählten Fonds, Aktien und sonstigen Anlageformen wirklich bringen. 

Den vollständigen Artikel können Sie in der Süddeutschen Zeitung vom 5. Mai 2026 sowie auf Süddeutsche Zeitung Online lesen (Abonnement notwendig).