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SpaceX bestimmt die Schlagzeilen. Das US-amerikanische Raumfahrt-, Telekommunikations- und KI-Unternehmen ist seit zwei Wochen an der Börse. Das wirkt sich auch auf die großen Aktienindizes aus und hat damit auch Folgen für ETF-Anleger. Doch nicht alle Indizes gehen gleich mit dem Börsengang von SpaceX um.
Funktion Anlageexperte
24. Juni 2026
Der Börsengang von SpaceX hat Wellen geschlagen. Nach rasantem Start ist der Kurs der Aktie des Raumfahrtunternehmens wieder deutlich zurückgekommen. Doch welche Auswirkungen hat der Börsengang von SpaceX auf Indizes wie den MSCI World oder den S&P 500? Diese Frage hat eine große Bedeutung, denn vielen Anlegern und Analysten dienen Aktienindizes als zentrale Messlatte für den globalen bzw. den US-amerikanischen Aktienmarkt. Doch solche Börsenindizes sind in der Regel keine fixen Gebilde, deren Zusammensetzung auf ewig Bestand hat.
Im Gegenteil: Die Indexanbieter überprüfen laufend, ob neue Aktien die Aufnahmekriterien erfüllen oder bestehende Aktien aus dem Index geworfen werden müssen.
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Die Aufnahmeprozesse unterscheiden sich je nach Anbieter. Für die Indexkommission ist nicht nur die Höhe des Aktienkurses und daraus folgend die Marktkapitalisierung des Unternehmens entscheidend. Ebenso relevant ist unter anderem der Streubesitz, also der Anteil frei handelbarer Aktien eines Unternehmens.
In diesem Zusammenhang erregte der Indexanbieter Nasdaq kürzlich Aufmerksamkeit. Im Zuge der Börsenaufnahme von SpaceX senkte er die Anforderungen an die Streubesitzquote und die Notierungsdauer, um eine außerordentliche Aufnahme des Titels im Nasdaq 100 zu ermöglichen. Auch im FTSE All-World wurden die Aufnahmeregeln angepasst.
Anders positionieren sich die Indexanbieter MSCI und S&P Global. Der MSCI World wird SpaceX gemäß den bestehenden Regeln außerordentlich aufnehmen. Der US-Leitindex S&P 500 behält sein Regelwerk ebenfalls bei und nimmt SpaceX als einziger der großen globalen und US-amerikanischen Indizes nicht auf.
Umgesetzt werden soll die Aufnahme von SpaceX je nach Index bis Anfang Juli. Normalerweise kommt es bei den oben erwähnten Indizes nur viermal jährlich zu Indexüberprüfungen. Eigentlich können nur dann neue Titel laufend aufgenommen werden.
Solche Indexaufnahmen sind immer auch für passive Anlageprodukte wie ETFs relevant. Denn diese haben zum Ziel, einen Index eins zu eins abzubilden. Ändert sich der Indexkorb, sind ETF-Anbieter unter Zugzwang: sie müssen die neuen Indexmitglieder kaufen.
Für ETF-Anleger dürften die Auswirkungen des SpaceX-Börsengangs jedoch begrenzt bleiben. Im Nasdaq 100 wird die Gewichtung unter einem Prozent betragen, für die Weltaktienindizes MSCI World und FTSE All-World wird sie sogar unter 0,5 Prozent geschätzt. Entsprechend dürften selbst bei größeren Kursbewegungen von SpaceX kaum spürbare Effekte auf die entsprechenden Fonds entstehen.
Wer in einen ETF investiert, sollte hingegen genau prüfen, welche Märkte und Branchen abgedeckt werden. Entscheidend ist, die einzelnen Anlagen stets im Kontext des Gesamtportfolios zu betrachten, um Klumpenrisiken zu vermeiden und eine sinnvolle Diversifikation sicherzustellen.
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