Geldanlagen

Anleger-Studie 2026 des VZ: In vielen Depots liegen die falschen Produkte

Die aktuelle Auswertung des VZ VermögensZentrums von 2.750 Anlegerdepots zeigt: Der Anteil bankeigener Fonds und Zertifikate in den Depots nimmt weiter zu – zum Nachteil der Kundinnen und Kunden. Vielen entgehen so Tausende von Euro an Rendite.

Aktualisiert am

6. Mai 2026

Viele Banken setzen im Vertrieb stark auf eigene Produkte. Solche bankeigenen Fonds und Zertifikate finden sich immer häufiger und in größerem Umfang in den Depots ihrer Kunden. Das geht aus einer Untersuchung des VZ VermögensZentrums hervor.
 

Für die neue Anlegerstudie 2026 (siehe Kasten) hat das VZ rund 2.750 Depots von Bankkunden ausgewertet.

Dabei stellte sich heraus, dass der Anteil bankeigener Produkte sowohl in absoluten Zahlen als auch, was das Depotvolumen angeht, weiter gestiegen ist:

  • Der Anteil bankeigener Produkte an der Anzahl Titel je Depot ist von 15,5 Prozent (2020) auf 21,9 Prozent (2025) gestiegen.
  • Gemessen am Depotvolumen ist der Anteil bankeigener Produkte auf 41,1 Prozent (2025) gestiegen – den höchsten Stand seit Datenerhebung.

Mittlerweile macht das Volumen bankeigener Fonds und Zertifikate mehr als die Hälfte aller in den Depots enthaltenen Produkte aus (Grafik unten).

Banken verdienen an diesen Produkten doppelt

Ein wesentlicher Erklärungsansatz für diese starke Präsenz bankeigener Produkte liegt in der Ertragsstruktur, denn ihr Einsatz stellt für Banken eine lukrative Einnahmequelle dar. Bankeigene Anlageprodukte weisen in der Regel höhere Gewinnmargen auf als externe Produkte oder kostengünstige indexbasierte Anlagen wie ETFs. Banken verdienen gleich doppelt: in Form von Depot- und Produktgebühren.

Für Anleger sind diese bankeigenen Produkte hingegen meist nachteilig. Die Untersuchung zeigt, dass sie für die Anlageprodukte in ihren Depots fast immer viel zu hohe Gebühren bezahlen. Würden sie in günstigere Produkte investieren, könnten sie – je nach Anlagesumme – jedes Jahr Tausende Euro sparen.

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Tabelle mit Auswertung

Der hohe Anteil an bankeigenen Fonds und Zertifikaten in den Anlegerdepots ist noch aus einem weiteren Grund problematisch. Banken befinden sich beim Vertrieb ihrer eigenen Produkte nämlich in einem Interessenkonflikt gegenüber ihren Kunden. Das bedeutet: Ihr eigenes finanzielles Interesse deckt sich nicht mit den Bedürfnissen ihrer Kunden.

Tipp: Prüfen Sie, ob sich auch in Ihrem Depot viele bankeigene Fonds und Zertifikate befinden. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wie hoch die Kosten für diese Produkte sind, und tauschen Sie diese bei Bedarf aus. Als Alternative bieten sich kostengünstige ETFs an.

Weitere Informationen

Für mehr Details bestellen Sie die neue VZ-Studie "Anlegerverhalten in Deutschland 2026" (kostenfrei). Haben auch Sie bankeigene Produkte in Ihrem Depot? Nutzen Sie den kostenfreien Depot-Check des VZ VermögensZentrums, um das herauszufinden. Die Expertinnen und Experten des VZ zeigen Ihnen auf, ob Sie mit den Wertpapieren in Ihrem Depot gut aufgestellt sind.

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie an kontakt [at] vzde.com oder vereinbaren Sie ein kostenfreies erstes Gespräch im VZ in Ihrer Nähe.