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Geldanlagen
Der bekannte US-Aktienindex S&P 500 feiert sein hundertjähriges Bestehen. Langfristigen Anlegern dürfte er viel Freude bereitet haben. Wie man auch heute noch davon profitieren kann.
Funktion Finanzexperte
15. April 2026
In diesem Jahr feiert der S&P 500 Index seinen hundertsten Geburtstag. Der bekannte US-Leitindex wurde 1926 von der Standard Statistics Company als Nachfolgeindex des Composite Stock Index eingeführt. Allerdings bestand der Index damals nur aus 90 Unternehmen: 50 Industrieunternehmen, 20 Eisenbahngesellschaften und 20 Versorgungsunternehmen.
Merkblatt
Seit der Auflegung ist der Index eine Erfolgsgeschichte. Wer vor hundert Jahren 100 US-Dollar in diesen Index investiert hätte, würde heute dank des Zinseszinseffektes über ein Vermögen im Wert von mehr als zwei Millionen Dollar verfügen. Inflationsbereinigt entspräche dies immer noch einem Gegenwert von mehr als 110.000 Dollar. Vergangenheitsdaten sind allerdings kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft.
In der heutigen Form existiert der Index seit 1957: Seither umfasst er die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und heißt entsprechend S&P 500. Der Index steht für rund drei Viertel der gesamten Marktkapitalisierung des Landes. Für viele Anleger ist der Index deshalb zum Synonym zum US-Aktienmarkt geworden.
Gleichzeitig ist der S&P 500 der erste Index, in den man über einen Indexfonds investieren konnte. Da passive Fonds die Wertentwicklung eines Index spiegeln, sind historische Renditen und Kursschwankungen des Index wichtige Kriterien für die Auswahl von ETFs und Indexfonds.
Inzwischen existieren zahlreiche Indizes auf US-Aktien. So bilden der S&P 500, der MSCI USA, der Nasdaq 100, der Russell 2000 und der S&P 500 Equal Weight unterschiedliche Segmente des US-amerikanischen Aktienmarktes ab. Die Indizes entwickelten sich über die vergangenen fünf Jahre zeitweise deutlich unterschiedlich.
Grund für die abweichende Entwicklung ist die unterschiedliche Zusammensetzung der Indizes. Anleger sollten sich deshalb zuerst für einen bestimmten Index entscheiden, bevor sie einen ETF oder Indexfonds auswählen. Viele Indizes gewichten die Titel entsprechend ihrem Börsenwert. Mit passiven Fonds auf solche Indizes nehmen die Anleger ein nicht zu unterschätzendes Klumpenrisiko in Kauf.
So etwa beim S&P 500: Er umfasst, wie bereits erwähnt, die Aktien der rund 500 größten US-Unternehmen. Die zehn größten Gewichtungen, wozu Unternehmen wie Nvidia, Apple und Microsoft gehören, machen aufgrund ihres großen Börsenwerts rund 45 Prozent des Indexes aus.
Ähnlich ist der MSCI USA aufgebaut. Auch im Technologieindex Nasdaq 100 fallen rund 45 Prozent auf die zehn größten Konzerne, obwohl der Index mit 100 Titeln bedeutend weniger Unternehmen abdeckt. Daher kann von der Vielzahl der Titel nicht zwingend auf eine bessere Diversifikation geschlossen werden.
Anders sieht es beim Russell 2000 aus, der aus knapp 2000 kleinkapitalisierten Aktien besteht. Die größten zehn Titel weisen ein Gewicht von nur rund sechs Prozent auf. Hier sind die Großunternehmen vollständig ausgeschlossen.
Der S&P 500 Equal Weight hingegen gewichtet die Titel aus dem S&P 500 gleich. Entsprechend machen die zehn größten Titel ein Gewicht von lediglich rund drei Prozent aus. Die Titel der Großunternehmen haben dadurch deutlich weniger Einfluss auf die Entwicklung des Indexes. Die Kursrisiken verteilen sich gleichmäßiger auf die einzelnen Titel.
Wer grundsätzlich in den US-Aktienmarkt investieren will, fährt mit einem ETF auf den S&P 500 jedoch meist gut. Die Unternehmen sind groß, liquide und international tätig, was den Fonds kostengünstig und effizient macht. Je nach Bedarf kann es sinnvoll sein, die Währung abzusichern oder den Fokus auf eine gleichmäßigere Gewichtung zu legen.
Wichtig bleibt stets eine ausgewogene Diversifikation über unterschiedliche Währungen, Branchen und Länder. Zudem sollten die im Index enthaltenen Titel einfach handelbar sein und über eine hohe Liquidität verfügen. Das ermöglicht dem Fonds, die notwendigen Titel kostengünstig zu kaufen und zu verkaufen.
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