Geldanlagen

Lohnt sich der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie?

Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, gelten als attraktive Steuersparmodelle. Doch für Privatanleger geht diese Rechnung selten auf.

Porträt von Herrn Albert Bitter, Director (Leiter) in Frankfurt am Main.

Albert Bitter

Funktion Anlageexperte

Publiziert am

6. Februar 2026

Denkmalgeschützte Immobilien stehen hoch im Kurs, denn sie genießen einen Ruf als Steuersparmodell. Sie dürfen nicht abgerissen und nur mit behördlicher Genehmigung verändert werden. Das ist ein erheblicher wirtschaftlicher Nachteil für die Eigentümer, den der Staat mit Steuervorteilen ein Stück weit ausgleicht.

Immobilien als Kapitalanlage: Darauf sollten Sie achten

Merkblatt

Worauf Sie bei der Entscheidung über Kauf oder Verkauf einer Renditeimmobilie achten sollten und welche Risiken mit Investitionen in Mietimmobilien verbunden sind, lesen Sie hier.

Symbol für Ratgeber oder Merkblatt – einzelne Seite mit Text
Zweiseitiges Merkblatt mit blauem Bleistift – Informationsmaterial vom VZ VermögensZentrum

Wer Immobilien vermietet, darf die Anschaffungskosten über 50 Jahre mit 2 Prozent pro Jahr steuerlich abschreiben. Bei denkmalgeschützten Immobilien können zusätzlich 100 Prozent der Sanierungskosten über zwölf Jahre steuerlich geltend gemacht werden. Wer eine Denkmalimmobilie selbst nutzt, kann 90 Prozent dieser Kosten über zehn Jahre abschreiben (sogenannte Denkmal-AfA).

Die Abschreibungen senken das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast. Das zahlt sich vor allem für Gutverdiener aus. Bei frisch sanierten Denkmal- Objekten sind die Sanierungskosten in der Regel im Kaufpreis enthalten.

Das Problem: Weil sie wegen der Steuervorteile begehrt sind, werden Denkmalimmobilien oft überteuert angeboten. Die AfA gilt nur für Erstkäufer nach einer Sanierung. Im Beispiel in der Tabelle erwirbt ein Anleger eine Denkmal-Immobilie für 950.000 Euro. Davon entfallen 500.000 Euro auf, Sanierungskosten. Ohne Denkmal-AfA hätte das Objekt aber nur einen Marktwert von 670.000 Euro. Ergebnis: Der Käufer spart zwar 200.000 Euro Steuern, tatsächlich erleidet er aber 80.000 Euro Verlust.

 
Tipp: Lassen Sie sich nicht von Steuervorteilen zum Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie verführen. Auch der Kaufpreis und die Lage müssen stimmen. Bedenken Sie auch, dass Reparaturen sehr teuer sein können, weil zum Beispiel nur bestimmte Materialien verwendet werden dürfen. Und wenn Sie 55 oder älter sind und in absehbarer Zeit in Rente gehen, sollten Sie genau berechnen, ob Sie die Steuervorteile noch voll ausschöpfen können.

Weitere Informationen

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