Geldanlagen

ETF-Studie: So unterscheiden Sie gute Fonds von schlechten

Jedes Jahr kommen so viele ETFs auf den Markt, dass es immer schwieriger wird, die richtigen auszuwählen. Eine neue VZ-Studie schafft Übersicht.

Publiziert am

6. Mai 2026

ETFs sind beliebt, deshalb wächst das Angebot rasant. 2025 kamen in Deutschland fast 400 neue dazu. Damit werden an der Börse Xetra jetzt knapp 2.800 ETFs gehandelt.

Viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich, wie sie bei dieser Flut noch den richtigen ETF finden sollen. Dazu kommt, dass immer mehr ETFs nicht mehr einfach, günstig und transparent sind, sondern teuer und komplex. Das zeigt eine neue Studie des VZ VermögensZentrums. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind hier zusammengefasst.

Passiv vs. aktiv

Klassische ETFs bilden einen Börsenindex 1:1 ab. Deshalb erzielt man damit die Marktrendite – man gewinnt oder verliert immer in etwa gleich viel wie der Markt. Für die meisten Anleger ist das sinnvoll. Doch der Markt verändert sich: Immer häufiger setzen neue ETFs auf aktives Fondsmanagement, um den Markt zu schlagen. Dieses Ziel verfehlen die meisten aktiven ETFs deutlich: 2025 schnitten viele aktive ETFs schlechter ab als passive (siehe Tabelle unten). Kein Wunder, dass zahlreiche aktive ETFs nach wenigen Jahren wieder vom Markt verschwinden, wenn das anfängliche Interesse nachlässt.

Günstig vs. teuer

Auch bei den Gebühren gibt es große Unterschiede. Im Schnitt liegen die Gebühren von ETFs bei knapp 0,3 Prozent pro Jahr. Ein Drittel der Anbieter verlangt deutlich mehr, manche über 1 Prozent. Selbst bei ETFs auf denselben Vergleichsindex variieren die Gebühren stark. Aktiv gemanagte ETFs gehören zu den teuersten. Wenn den hohen Gebühren keine Mehrrendite gegenübersteht, lässt sich das nicht rechtfertigen.

Tipp: Fangen Sie jetzt an, regelmäßig und systematisch für das Alter zu sparen. Richten Sie am besten einen Dauerauftrag ein, damit das Geld gleich beim Gehaltseingang abgebucht wird. Dann spüren Sie kaum, dass dieser Betrag nicht zur Verfügung steht. Die Tabelle auf Seite 9 zeigt, wie viel Sie im Alter monatlich verbrauchen können, wenn Sie bis zum Beginn des Ruhestands 1 Million Euro angespart haben – je nachdem, wie lange das Kapital reichen soll. 

Klassisch vs. Themen

Aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Verteidigung sind auch bei ETFs zu einem großen Trend geworden. Damit gehen oft höhere Risiken und Kosten für die Anleger einher – was selten belohnt wird: Langfristig schneiden die meisten Themen-ETFs schlecht ab. Häufige Gründe sind hohe Gebühren, die Themenwahl und die Auswahl der Aktien.

Tipp: Passive ETFs, die wenig kosten und die Risiken breit streuen, sind eine gute Lösung, um langfristig erfolgreich Geld anzulegen. Wer bereits investiert ist, sollte prüfen, welche ETFs im Depot liegen. Gut möglich, dass sie überteuert sind oder die gewünschte Marktrendite nicht erreichen.

Weitere Informationen

Sie möchten mehr erfahren? Bestellen Sie die neue VZ-Studie oder lassen Sie sich in dem VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe beraten. Auf Wunsch stellt Ihre Beraterin oder Ihr Berater ein ETF-Depot für Sie zusammen, das zu Ihren Anlagezielen passt.