Geldanlagen

Soll ich in turbulenten Zeiten an meinem ETF-Sparplan festhalten?

Die Aktienmärkte haben seit Jahresbeginn kräftige Kursverluste hinnehmen müssen. Wer langfristig über einen ETF-Sparplan in Aktien investiert, muss sich deshalb aber keine Sorgen machen. Im Gegenteil: Auf Dauer profitieren Anleger bei ETF-Sparplänen sogar vom Auf und Ab der Kurse.

Moritz Fleischmann

Anlageexperte
Publiziert am
12. Oktober 2022

Wer langfristig und regelmäßig für das Alter sparen möchte, trifft mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) eine gute Wahl. Besonders empfehlenswert ist ein ETF-Sparplan. Denn ETF-Sparpläne sind flexibel und sehr viel kostengünstiger als Fondssparpläne. Das bringt langfristig einen erheblichen Renditevorteil (siehe Grafik).

Von günstigen Durchschnittskursen profitieren

Natürlich bleibt auch das Sparen mit ETFs vom aktuellen Kurstief an den Aktienmärkten nicht verschont. Das verunsichert so manchen Anleger. Nicht wenige erwägen, die regelmäßigen Einzahlungen in ihren ETF-Sparplan auszusetzen und abzuwarten, bis sich die Märkte erholt haben, ehe sie weitere Sparbeiträge leisten. Doch das wäre eine schlechte Idee: Wenn Sie dauerhaft und ohne Unterbrechung in einen ETF-Sparplan einzahlen, profitieren Sie auf lange Sicht sogar vom Auf und Ab an den Märkten. Der Grund: Sie kaufen dann bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile als bei hohen Kursen und erzielen so unter dem Strich einen günstigen Durchschnittskurs.

Merkblatt

Mit einem ETF-Sparplan günstig ein Vermögen aufbauen

Sparkonten sind bei niedrigen Zinsen ein Verlustgeschäft. Fondssparpläne sind keine gute Alternative, denn hohe Gebühren zehren an der Rendite.

Unterbrechen Sie Ihren Sparplan dagegen, wenn es an der Börse zu Kursrücksetzern kommt, dann verpassen Sie ausgerechnet die Phasen mit günstigen Einstiegskursen und investieren im Schnitt zu höheren Kursen. Zudem investieren Sie dann insgesamt weniger. Beides wirkt sich negativ auf das Kapital aus, das Ihnen am Ende – zum Beispiel beim Eintritt in den Ruhestand – zur Verfügung steht.

Erwägen Sie zusätzliche Einzahlungen im Kurstief

Sind die Kurse gerade besonders niedrig, lohnt es sich deshalb sogar, über zusätzliche Einzahlungen „außer der Reihe“ nachzudenken, um Ihren durchschnittlichen Kaufkurs weiter zu verbilligen. Solche Sonderzahlungen sind bei ETF-Sparplänen jederzeit problemlos möglich. Die Extra-Einzahlungen sollten Sie aber natürlich nur dann vornehmen, wenn Sie es sich finanziell erlauben können – wenn Sie das Geld also kurz- und mittelfristig nicht benötigen.

Warum ich Ihnen empfehle, so vorzugehen? Die Erfahrung lehrt, dass die Kapitalmärkte nach Rückschlägen stets wieder aufwärts tendieren und dann meist neue Höchstkurse erreichen. Wie lange das dauert, weiß niemand. Aber mit einem ETF-Sparplan können Sie breit diversifiziert in ein weltweites Portfolio investieren und sich damit die durchschnittliche Marktrendite sichern.

Informieren Sie sich jede Woche über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten:

Die Auswahl der passenden ETFs ist nicht einfach

Wichtig für den langfristigen Anlageerfolg ist auch die Auswahl des passenden ETFs für ihren Sparplan. Das ist kein ganz einfaches Unterfangen. Denn am Markt werden Tausende ETFs angeboten. Selbst auf denselben Index gibt es oft mehrere verschiedene ETFs, deren Kosten sich erheblich unterscheiden können. 

Tipp: Beim VZ VermögensZentrum investieren Sie schon ab 100 Euro monatlich in einen kostengünstigen ETF-Sparplan. Das Besondere daran: Ihre Einzahlungen fließen nicht nur in einen ETF, wie bei den meisten Anbietern üblich, sondern werden über mehrere von Fachleuten ausgewählte ETFs verteilt. Kommt ein besserer oder günstigerer ETF auf den Markt, wird der alte ausgetauscht. Wie das funktioniert, erklärt Ihnen gern ein VZ-Experte im Rahmen eines kostenlosen und unverbindlichen Erstgesprächs. Ihr Berater zeigt Ihnen auch, wie Sie mit einem ETF-Sparplan in erheblichem Umfang Steuern sparen können. Vereinbaren Sie am besten noch heute einen Termin im VZ in Ihrer Nähe.