Geldanlagen

Rentabler als Sparpläne

Wer plötzlich zu Geld kommt, steht vor der Frage, wie man das Kapital am besten investieren sollte. Michael Huber vom VZ VermögensZentrum gibt Empfehlungen, wie man 10.000, 50.000 und 100.000 Euro sinnvoll anlegt.

Einer jungen Angestellten mit 10.000 Euro Anlagesumme rät er, in Aktien zu investieren. "Trotz der gestiegenen Anleihezinsen ist die Rendite bei Aktien weiterhin höher", weiß Michael Huber. Er günstige, börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Je bedeutender der Index, desto höher sollte ihr Anteil sein, findet Michael Huber. So könnten 35 Prozent des Kapitals in den S&P 500 fließen, 15 Prozent in den MSCI Europe und 6 Prozent in den deutschen Nebenwertindex wie den MDax.

Ein Endvierziger will 50.000 Euro anlegen. Michael Huber klärt zunächst, ob in den kommenden Jahren der Kauf von Wohneigentum geplant ist. "Wer in drei Jahren eine Immobilie kaufen will, sollte sein Geld nur kurzfristig anlegen", sagt Michael Huber. Das Risiko sei zu groß, dass die Aktienkurse zum Kaufzeitpunkt niedrig seien und dann weniger Eigenkapital vorhanden ist. Da kein Immobilienkauf ansteht, rät Michael Huber zu einem klassischen Depot aus 70 Prozent Aktien-ETFs und 30 Prozent breit gestreute Rentenfonds. Rohstoffe bleiben außen vor: "Der Kauf von Gold ist eine Glaubensfrage", findet Michael Huber. 

Ein Rentnerpaar möchte 100.000 Euro investieren. Festverzinsliche Wertpapiere sollen die Rente aufbessern. Möglich macht dies die Etappenstrategie. Michael Huber erklärt, dass das Kapital für unterschiedliche Etappen von rund zehn Jahren unterschiedlich angelegt wird. "Wir nutzen dafür zwei Töpfe: einen defensiven und einen offensiven." 

Wie die Etappenstrategie funktioniert, lesen Sie hier
 

Den vollständigen Artikel können Sie in der WirtschaftsWoche 49/2022 und auf der Website der WirtschaftsWoche lesen (Abonnement erforderlich).