Private Altersvorsorge

Bei vielen werden die Ansprüche aus der gesetzlichen und der betrieblichen Rentenversicherung bescheiden ausfallen. Diese Leistungen reichen schon heute in der Regel nicht aus, um den Lebensunterhalt zu decken und den Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Um diese Versorgungslücke zu schließen, müssen viele Ruheständler auf privates Vermögen zurückgreifen.

Fast die Hälfte des privaten Vermögens der Deutschen ist in Immobilien investiert. Ein abbezahltes Eigenheim ist für viele der wichtigste Baustein ihrer Altersvorsorge. Ist allerdings der Großteil des Vermögens in einer Immobilie gebunden, besteht ein Klumpenrisiko, und es kann zu Liquiditätsengpässen kommen.

Geldvermögen macht 44 Prozent des Gesamtvermögens aus. In Deutschland halten Privatpersonen mehr Geld auf ihren (Spar-)Konten als sie in Wertpapiere wie Investmentfonds, Aktien und Anleihen investiert haben.

Nur gut 2 Prozent des gesamten Vermögens privater Haushalte sind in Aktien investiert. Das ist im internationalen Vergleich sehr wenig. Der mit dem Börsengang der Deutschen Telekom im Jahr 1996 beginnende Aktienboom hat durch die starken Kursrückgänge in den Jahren 2000 bis 2002 und mit der Finanzkrise ab 2007 einen herben Dämpfer erlitten. Mit diesen Erfahrungen wird die Aktienanlage – zu Unrecht – von vielen Leuten grundsätzlich abgelehnt. Und das, obwohl ein Aktienanteil aus Risikostreuungs- und Renditeüberlegungen eigentlich in jedes Vermögensportfolio gehört.

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