Freiwillige Mehrzahlungen in die Ärzteversorgung

Ärzte können ihre Anwartschaften bei der Ärzteversorgung erhöhen, indem sie zusätzlich zu den Pflichtbeiträgen freiwillige Mehrzahlungen leisten.

Freiwillige Mehrzahlungen lohnen sich, wenn man sie steuerlich geltend machen kann. Pflichtbeiträge und freiwillige Mehrzahlungen können bis zu einem Betrag von 25.046 Euro pro Jahr getätigt werden (Stand: 2020). Davon können 90 Prozent als Sonderausgabe für Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden, das sind 22.541 Euro. Bei Verheirateten ist die Grenze doppelt so hoch. Wird dieser Betrag nicht ausgeschöpft, kann man mit Mehrzahlungen seine Anwartschaften erhöhen.

Die Rentenansprüche sind steuerpflichtig

Doch zunächst sollten Ärzte und Zahnärzte ermitteln, wie ihre Steuersituation im Ruhestand aussehen wird. Die zusätzlich erworbenen Rentenansprüche unterliegen der Einkommensteuer. Ob sich dies lohnt, hängt von der persönlichen Situation ab.

Altersabsicherung durch Diversifikation

Die Ärzteversorgung ist zwar insgesamt leistungsstärker als die gesetzliche Rentenversicherung, allerdings sollten auch Ärzte und Zahnärzte die Finanzierung ihres Ruhestandes auf mehrere Standbeine abstützen.

Allerdings steht die Riester-Rente Mitgliedern berufsständischer Versorgungswerke nicht offen. Die Rürup-Rente ist unattraktiv, denn sie wird genauso versteuert wie die Ärzteversorgung, verursacht aber Kosten beim Abschluss.

Besser auf Geldanlagen setzen

Mit Fondssparplänen oder Geldanlagen in Eigenregie, zum Beispiel in kostengünstige ETFs, gestaltet sich der Vermögensaufbau für den Ruhestand besonders vorteilhaft. Das Sparen ist sehr flexibel, weil die Höhe des Sparbeitrags jederzeit angepasst werden kann und das Kapital jederzeit zur Verfügung steht.

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