Die gesetzliche Altersvorsorge

In Deutschland zahlen die meisten Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Alle Angestellten, Arbeiter und Handwerker sind pflichtversichert, unabhängig von ihrer Einkommenshöhe.

Nicht pflichtversichert sind bestimmte Arbeitgebervertreter, zum Beispiel Vorstände, und alle Selbstständigen. Freiberufler wie Ärzte, Apotheker, Journalisten oder Architekten haben eigene Versorgungswerke, denen sie angeschlossen sind.

Beiträge und Leistungen

Die Beiträge zur gesetzlichen Rente betragen 18,6 Prozent des Bruttojahreseinkommens und sind je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu bezahlen. Das maßgebliche Jahreseinkommen hat jedoch eine Obergrenze. Diese sogenannte Beitragsbemessungsgrenze liegt 2019 bei 80.400 Euro in Westdeutschland und bei 73.800 Euro in den neuen Bundesländern. Gehaltsbestandteile über der Beitragsbemessungsgrenze sind nicht versichert. Diese müssen mit betrieblicher und privater Altersvorsorge abgesichert werden.

Die Einzahlungen werden im Umlageverfahren sofort wieder für laufende Rentenzahlungen ausgegeben. Die einzahlenden Versicherten erwerben laufend Ansprüche in Form von Altersrente, Erwerbsminderungsrente (ehemals Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrenten), Witwen- oder Waisenrenten.

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