Gute Gründe und Anlässe für eine Stiftungsgründung

Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere Hundert Stiftungen gegründet. Die Stifter gehören zu einer Generation, die der Gesellschaft etwas von dem Vermögen zurückgeben möchte, das sie in den vergangenen Jahrzehnten bilden konnte.

Die Gründe und Anlässe sind vielfältig. Viele Stifter regeln auf diese Weise ihren Nachlass. Einige haben keine geeigneten Erben, beispielsweise weil sie kinderlos sind oder ihre Nachkommen kein Interesse am Erbe haben, insbesondere wenn es um die Weiterführung eines Unternehmens geht. Viele überführen ihr Vermögen ganz oder zum Teil in eine Stiftung, damit ihr Geld nach Ihrem Tod eingesetzt wird, um Gutes zu tun.

Andere möchten ihr Lebenswerk in einer Stiftung zusammenhalten. Häufig geht es um den Erhalt eines Unternehmens oder um eine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugängig zu machen.

Auch eine Erbschaft oder ein Schicksalsschlag sind häufig Impulse. Wer seine Stiftung zu Lebzeiten gründet, für den kann die Tätigkeit in seiner Stiftung eine sinnvolle Tätigkeit im Ruhestand darstellen.

Berühmte Beispiele

  • Der Industrielle Alfred Nobel überführte den Großteil seines Vermögens in die Nobel-Stiftung. Er war kinderlos und wollte die Wissenschaft fördern. Die Zinserträge des Stiftungsvermögens fließen in die Preisgelder für die jährlich verliehenen Nobel-Preise.
  • Der Unternehmer Robert Bosch stellte mit seiner Stiftung die Weiterführung seines Unternehmens sicher. Heute ist die Robert-Bosch-Stiftung Mehrheitseigner der Robert Bosch GmbH und fördert Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Völkerverständigung.
  • SAP-Gründer Klaus Tschira gründete 1995 eine Stiftung, um die Aufmerksamkeit für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik zu fördern.
  • Die Dietmar-Hopp-Stiftung widmet sich Sport, Medizin, Bildung und Sozialem in der Region Rhein-Neckar. Die Stiftung ist Mäzen des Fußballvereins TSG Hoffenheim.

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