Eine eigene gemeinnützige Stiftung gründen

In Deutschland gibt es fast 23.000 rechtsfähige, gemeinnützige Stiftungen von Privatpersonen. Viele Stifter gehören zu der Generation, die dank dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegsjahre ein ansehnliches Vermögen bilden konnte und etwas davon der Gesellschaft zurückgeben möchte. Mit einer Stiftung können sie einen Teil Ihres Vermögens steuerfrei für einen guten Zweck einsetzen.

Eine Stiftung kann man entweder schon zu Lebzeiten errichten oder durch ein Testament oder einen Erbvertrag begründen. Viele Stifter bevorzugen eine Mischform: Sie errichten ihre Stiftung zu Lebzeiten mit einer Minimaleinlage und verfügen in ihrem letzten Willen, dass Vermögenswerte aus dem Nachlass in die Stiftung fließen.

50.000 Euro sind der Mindestbetrag

Für eine Gründung genügt ein relativ bescheidenes Startkapital von 50.000 Euro. Umsichtige Stifter stocken das Stiftungskapital Jahr für Jahr auf und widmen ihrer Stiftung mit einer letztwilligen Verfügung den verbleibenden, frei verfügbaren Teil ihres Vermögens.

Stifter müssen vorab wichtige Entscheidungen treffen, die gut überlegt sein wollen, denn nach der Gründung sind sie praktisch nicht mehr revidierbar. Eine fundierte und langfristige Finanzplanung verhindert, dass Stifter zu Lebzeiten in Geld- oder Existenznot geraten. Auch hilft sie, die Steuervorteile auszuschöpfen.

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