Was bedeutet der Umwandlungssatz?

Die Höhe einer Privatrente ergibt sich aus der Höhe des eingesetzten Kapitals und aus dem Umwandlungssatz. Beträgt ein Umwandlungssatz zum Beispiel 6,5 Prozent, bedeutet dies, dass ein Kapitalstock von 500.000 Euro eine jährliche Rente von 32.500 Euro bringt.

Die Höhe des Umwandlungssatzes ist abhängig von der Art der Rente, vom Alter bei erstmaligem Rentenbezug, von der Verzinsung des (Rest-) Kapitals und von der Berechnungsmethode der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Allgemein gilt: Je höher das Alter bei Rentenbeginn, desto höher auch der Umwandlungssatz. Schließlich sinkt mit den Jahren die Restlebenserwartung, und die Rentenzahlung muss weniger lang erfolgen.

Generell ist der Umwandlungssatz für Frauen niedriger, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Bei Renten von Ehepaaren dient eine Kombination des Alters des Mannes und des Alters der Frau als Berechnungsgrundlage.

Renten sind nur zum sogenannten Ertragsanteil steuerpflichtig. Der Gesetzgeber berücksichtigt also, dass nur ein Teil der Renten aus (steuerpflichtigen) Zinsen und Dividenden besteht, der größere Teil aber (steuerfreien) Substanzverbrauch darstellt. Der steuerpflichtige Ertragsanteil beträgt beispielsweise bei einem 65-jährigen Mann 18 Prozent.

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