Vorruhestand: Wie kann ich vorzeitig aus dem Erwerbsleben aussteigen?

Die meisten Erwerbstätigen möchten nicht bis 67 arbeiten, sondern ein paar Jahre früher in Rente gehen. Mit ihrem Arbeitgeber können sie eine der drei Möglichkeiten vereinbaren: Angebote zum Vorruhestand wahrnehmen, in Altersteilzeit gehen oder Lebensarbeitszeitkonten nutzen.

Vorruhestand: Früher aufhören mit wenig Rentenabschlägen

Erwerbstätige, die mit ihrem Arbeitgeber eine Vorruhestandsregelung getroffen haben, können mit 58 in den Vorruhestand gehen. Sie scheiden aus dem Unternehmen aus und erhalten bis zum Rentenbeginn von ihrem ehemaligen Arbeitgeber ein Vorruhestandsgeld.

Auf Vorruhestandsgelder werden Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt. Rentenabschläge fallen daher nur dann an, wenn die vorgezogene Altersrente in Anspruch genommen wird. Pro vorbezogenem Monat wird die Rente lebenslang um 0,3 Prozent gemindert.

Altersteilzeit: Im Vorruhestand Arbeitszeit halbieren mit finanziellem Ausgleich

Sind Arbeitnehmer 56 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Wochenarbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbeitrag von 20 Prozent oder mehr. Die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung werden auf Basis von 80 Prozent des Regelarbeitsentgelts berechnet und sind ebenfalls steuer- und sozialversicherungsfrei.

Die Arbeitszeit kann als Teilzeittätigkeit oder als Block geleistet werden. Die meisten arbeiten die erste Hälfte der Altersteilzeit voll weiter und in der zweiten Hälfte gar nicht.

Lebensarbeitszeitkonto: Vorarbeiten für die Frührente

Manche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern sogenannte Lebensarbeitszeitkonten. Sie können den Gegenwert von Überstunden und nicht genommenen Urlaubstagen sowie Prämien, Weihnachts- und Urlaubsgeld auf ihr Zeitkonto einzahlen. Mit diesem Guthaben kann der Mitarbeiter in der Zeit vor dem Ruhestand seine Arbeitszeit reduzieren (z.B. auf halbtags) oder ganz freigestellt werden. In dieser Zeit ist er weiterhin angestellt, sozialversichert und erhält sein volles Gehalt.

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