Wie ein Testamentsvollstrecker Erben unterstützt

Die Erbteilung im Sinne des Verstorbenen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Selbst wenn der Nachlass in einem Testament oder Erbvertrag geregelt ist, ist ein Testamentsvollstrecker eine wertvolle Unterstützung. Daher sollten Erblasser in ihrem letzten Willen einen geeigneten Testamentsvollstrecker bestimmen.

Ein Testamentsvollstrecker entlastet die Erben von administrativen Aufgaben und kümmert sich um alle finanziellen Belange. Er sorgt dafür, dass der Nachlass optimal verwaltet und im Sinne des Erblassers geteilt wird. Er kümmert sich zum Beispiel darum, offene Rechnungen zu bezahlen oder Wertpapier-Depots zu überwachen.

Gleichzeitig bereitet der Testamentsvollstrecker die Erbteilung vor und führt sie durch. Dazu lässt er im Nachlass enthaltene Immobilien bewerten, stellt das Nachlassvermögen fest und macht einen Teilungsvorschlag, gestützt auf den Anordnungen des Erblassers. Sollte es darüber unter den Erben zu Streitigkeiten kommen, kann er als neutraler Dritter vermitteln und mit ihnen kompromissfähige Lösungen finden. So kann er verhindern, dass sich die Erbteilung verzögert.

Ein Testamentsvollstrecker empfiehlt sich vor allem bei komplexen Familien- und Vermögensverhältnissen oder wenn die Möglichkeit besteht, dass die Erben den letzten Willen des Erblassers missachten oder es darüber zum Streit kommt.

Professionelle Testamentsvollstrecker verlangen je nach Nachlassvolumen zwischen einem und vier Prozent vom Bruttovermögen. Fairer aber sind Stundenhonorare, die sich nach der aufgewendeten Zeit richten.

Diese Seite teilen