In welchen Fällen lohnt es sich, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen?

Erblasser können in ihrem Testament einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Das ist vor allem empfehlenswert bei komplexen Vermögens- oder Familienverhältnissen und wenn Streitigkeiten unter den Erben zu erwarten sind. Dringend angeraten ist der Einsatz eines Testamentsvollstreckers bei kinderlosen Paaren oder einem größeren Nachlass mit Immobilien oder einer Firma.

Unmittelbar nach dem Tod eines Familienmitglieds erledigt ein Testamentsvollstrecker die vielen plötzlichen Aufgaben, die sich nicht aufschieben lassen. Rechnungen sind zu begleichen und Wertpapiere kontinuierlich zu verwalten. Und oft hat nicht einmal der überlebende Ehepartner überhaupt einen Überblick über die Vermögensverhältnisse des Erblassers.

Der Testamentsvollstrecker verwaltet den Nachlass so, wie es der Erblasser im Testament oder Erbvertrag festgelegt hat. Er kennt er die Ziele und Anordnungen des Verstorbenen genau. Deshalb kann er den Hinterbliebenen administrative Aufgaben abnehmen, sie bei ungewohnten Entscheidungen beraten, die Erbteilung rasch abwickeln und die Erbengemeinschaft auflösen.

Diese Seite teilen