Freibeträge bei der Erbschaftsteuer

Bei der Besteuerung von Nachlässen profitieren die Erben von Freibeträgen. Je nach Verwandtschaftsgrad fallen diese Freibeträge sehr unterschiedlich hoch aus.

Nahe Angehörige versteuern ihren Erbteil in der Steuerklasse I und kommen damit in den Genuss von hohen Freibeträgen. Ehepartner erben bis zu einem Betrag von 500.000 Euro steuerfrei. Bei Kindern liegt der Freibetrag bei 400.000 Euro, bei Enkeln bei 200.000 Euro und bei Eltern und Großeltern bei 100.000 Euro.

Für alle anderen Erben liegt der Freibetrag bei vergleichsweise niedrigen 20.000 Euro. Erben die Geschwister, entferntere Familienangehörige oder Nicht-Verwandte, müssen sie Erbschaften oberhalb dieses Freibetrags versteuern.

Persönliche Freibeträge
Der dem jeweiligen Erben zustehende Versorgungsfreibetrag wird gekürzt, wenn der Ehepartner oder ein Kind nach dem Tod des Erblassers eine Versorgungsleistung (z. B. eine Hinterbliebenenrente) erhält, die nicht erbschaftsteuerpflichtig ist. Die Kürzung erfolgt in der Höhe des Kapitalwerts der Bezüge. Dieser ist nach §14 Bewertungsgesetz zu ermitteln.
Persönliche Freibeträge

Zählt Hausrat zur Erbmasse, kann auch für Bettwäsche, Schränke oder Küchengeschirr ein Freibetrag beansprucht werden. Er liegt bei Zugehörigkeit der Erben zur Steuerklasse I (siehe Übersicht der Freibeträge) bei 41.000 Euro. Zusätzlich besteht bei Kunst, Schmuck oder bei Pkws ein Freibetrag von 12.000 Euro. Gehört ein Begünstigter zur Steuerklasse II oder III, liegt sein Freibetrag bei 12.000 Euro.

Wenn der Versorger stirbt, unterstützt ein weiterer Freibetrag das finanzielle Auskommen der Familie. Dem überlebenden Ehepartner und dem Nachwuchs steht ein zusätzlicher Versorgungsfreibetrag zugute. Er beträgt für Ehepartner pauschal 256.000 Euro. Kinder haben bis zum 27. Lebensjahr Anspruch auf einen nach dem Alter gestaffelten Freibetrag.

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