Erbschaftssteuer optimieren

Wer sein Vermögen möglichst steueroptimiert innerhalb der Familie weitergeben möchte, sollte sich frühzeitig um seine Nachlassplanung kümmern. Denn nur dann können die Steuersparmöglichkeiten bei Erbschaften und Schenkungen bestmöglich genutzt werden. Vor allem diese vier Aspekte gilt es zu berücksichtigen:

1. Vorweggenommene Erbfolge nutzen

Wer sein Vermögen zu Lebzeiten überträgt, hat den größten Einfluss auf die Verteilung. Je eher ein Erblasser aktiv wird, desto niedriger ist die anfallende Erbschaftssteuer. Denn die gesetzlichen Freibeträge können alle zehn Jahre erneut für Zuwendungen innerhalb der Familie und an Freunde genutzt werden.

2. Mehrere Generationen bedenken

Wenn die Freibeträge der Kinder und Geschwister nicht ausreichen, um umfangreiches Vermögen zu Lebzeiten steuergünstig weiterzugeben, gibt es eine einfache Lösung: Bedenken Sie auch Enkel, Nichten und Neffen mit Schenkungen. Auch sie können – unabhängig von den Freibeträgen ihrer Eltern - Freibeträge geltend machen.

3. Wohneigentum zu Lebzeiten übertragen

Die selbstgenutzte Immobilie bietet eine weitere Möglichkeit, Erbschafts- oder Schenkungssteuer zu sparen. Eine Schenkung an den Ehepartner ist steuerfrei möglich und unterliegt keinen Auflagen, wie sie bei der Vererbung an den Ehepartner entstehen.

4. Prioritäten richtig setzen

Es ist legitim und grundsätzlich sinnvoll, durch Schenkungen zu Lebzeiten die spätere Erbschaftssteuer zu senken. Es sollte aber nur das verschenkt werden, was für den eigenen Lebensunterhalt nicht benötigt wird. Dabei sollte man auch an mögliche spätere Pflegekosten denken. Schenkungen dürften nicht dazu führen, dass der spätere Erblasser in einen finanziellen Engpass gerät. Es muss daher gelten: Die eigene finanzielle Absicherung geht Steueroptimierungen vor.

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