Die Wahl des Testamentsvollstreckers

Die Entscheidung, wen man mit der Testamentsvollstreckung beauftragen sollte, will gut überlegt sein.

Die beste Wahl ist in der Regel eine unabhängige Institution, die über das notwendige Fachwissen und über Erfahrungen in erbrechtlichen Angelegenheiten verfügt.

Grundsätzlich kann man jede beliebige Person oder Institution als Testamentsvollstrecker einsetzen – auch einen der Erben. Jeder Erbe hat allerdings ein Eigeninteresse. In der Regel fehlt ihnen auch das fachliche Wissen, das vor allem bei komplexen Familien- und Vermögensverhältnissen notwendig ist.

Manche Erblasser wählen deshalb lieber einen nahen Verwandten oder Freund, der selbst nicht Erbe ist. Wenn es Unstimmigkeiten gibt, kann seine Nähe zu einzelnen Familienangehörigen allerdings zum Problem werden, und eine neutrale Beratung ist nicht möglich.

Auch sollte man die Möglichkeit bedenken, dass man die Person überlebt, die man Testamentsvollstrecker vorgesehen hat. In diesem Fall wären die Erben bei der Erbteilung dann doch auf sich allein gestellt.

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