Niedrige Zinsen

Bauherren und Käufer von Immobilien profitieren von Zinsen, die so niedrig sind wie noch nie. Das liegt daran, dass die Renditen langfristiger Geldanlagen sehr niedrig sind.

Baugeldkonditionen sind immer dann attraktiv, wenn Kreditinstitute günstige Refinanzierungsmöglichkeiten haben. Denn Banken finanzieren Immobiliendarlehen kurzfristig aus Spareinlagen und langfristig über Pfandbriefe.

Das Zinsniveau orientiert sich an der Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sowie der Rendite von 10-jährigen Hypotheken-Pfandbriefen. In unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage nach Bundesanleihen und Pfandbriefen, denn diese gelten als sicher. Die Folge: deren Rendite sinkt. 2008 lag der Zinssatz bei über 4 Prozent. Nach der weltweiten Finanzkrise und der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Euroraum ist die Rendite von Pfandbriefen mit 10-jähriger Laufzeit auf rund 0,2 Prozent gefallen, 5-jährige Laufzeiten haben eine Rendite von 0,15 Prozent (Stand: Dezember 2019).

Damit sind auch die Zinssätze von Immobiliendarlehen heute sehr attraktiv. Darlehen mit 5-jährigen Laufzeiten gibt es bereits ab 0,40 Prozent, 10-jährige ab 0,60 Prozent. Der effektive Zinssatz hängt allerdings von der Höhe der Eigenmittel und der Bonität des Kreditnehmers ab.

Auch in Zeiten niedriger Zinsen können Darlehensnehmer viel Geld sparen. Ein einfacher Zinsvergleich reicht aber nicht aus, um das beste Angebot zu finden. In Deutschland gibt es hunderte Anbieter, deren Zinssätze sich auch je nach Darlehensmodell, Zahlungsmodalitäten und Zusatzkosten enorm unterscheiden können.

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