Niedrige Zinsen für "bessere" Darlehensnehmer

Banken kalkulieren bei der Festsetzung von Zinssätzen Aufschläge für die individuellen Kreditrisiken eines Darlehensnehmers ein. Diese fallen je niedriger aus, desto positiver eine Bank die Kreditwürdigkeit bewertet.

Bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit spielt unter anderem der Verschuldungsgrad eine Rolle. Ist die Verschuldung im Verhältnis zum Immobilien-Schätzwert niedrig, ist es auch das Risiko des Kreditgebers.

In eine Bonitätsprüfung gehen außerdem Banken- und Schufa-Auskünfte, Einkommensnachweise und Vermögensaufstellungen ein. Vorteilhaft ist eine unbefristete, bereits seit mehreren Jahren bestehende Anstellung mit einem hohen Festgehalt, das die laufenden Haushaltsausgaben übersteigt.

Darlehensnehmer können ihre Bonität verbessern, indem sie der Bank zusätzliches Vermögen als Sicherheit anbieten, wenn sie beispielsweise geerbt oder eine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen haben.

In den Zinssatz gehen auch der Beleihungswert und die Tragbarkeit ein. Und je geringer die laufenden Kosten (vor allem für Zinsen, Unterhalt und Tilgungsraten) im Verhältnis zum Einkommen ausfallen, desto besser ist die Tragbarkeit.

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