Renditeunterschiede bei ETFs

Die Qualitätsunterschiede zwischen börsengehandelten Indexfonds sind groß – auch wenn sie den gleichen Index nachbilden.

Viele Anleger gehen davon aus, dass ETFs ihren Vergleichsindex exakt 1 zu 1 nachbilden. Das hätte zur Folge, dass die ETF-Rendite genau der Benchmark-Rendite abzüglich der Kosten für den ETF entspricht. Das ist aber nicht der Fall. Zwischen einzelnen ETFs auf einen bestimmten Index kann es zu Renditeunterschieden von mehreren Prozentpunkten pro Jahr kommen.

Ein Vergleich von vier ETFs auf den DAX zeigt: Im Jahr 2018 lag die Rendite des besten ETF 0,51 Prozentpunkte über jener des schlechtesten. Im Jahr 2017 betrug die Differenz 0,54 Prozentpunkte, 2016 0,57 Prozentpunkte (siehe Tabelle).

ETF Benchmark Replikation Rendite 2018 Rendite 2017 Rendite 2016
ComStage DAX UCITS ETF DAX physisch -18,53% 12,02% 6,17%
Deka DAX UCITS ETF DAX physisch -18,62% 12,31% 6,74%
iShares Core DAX UCITS ETF DAX physisch -19,03% 12,34% 6,74%
Xtrackers DAX Income UCITS ETF DAX physisch -19,04% 12,56% 6,35%
    Benchmark -18,26% 12,51% 6,87%

Quellen: Morningstar, Bloomberg

Die Tabelle zeigt die jährlichen Renditen der letzten drei Jahre von vier ETFs auf den Aktienindex DAX.

Der Vergleich zeigt zudem, dass die Renditen fast aller ETFs in allen drei Jahren teils deutlich unter der des Vergleichsindexes lagen.

Eine Renditedifferenz lässt sich nicht nur mit den Verwaltungsgebühren erklären, die bei sämtlichen untersuchten ETFs zwischen 0,08 und 0,16 Prozent betragen. Weitere Gründe für die Differenz können die Replikationsart und das Fondsdomizil sein.

Wichtig ist deshalb ähnlich wie bei aktiven Fonds eine systematische Titelselektion anhand von klar definierten Selektionskriterien. Eines dieser Kriterien ist die historische ETF-Rendite im Vergleich zum Index.

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