Nachhaltige Anlagen: Langfristig höhere Renditechancen

In Zeiten sinkender Börsenkurse verlieren viele Nachhaltigkeitsfonds überdurchschnittlich an Wert. Wenn die Kurse steigen, legen sie dafür überdurchschnittlich zu.

Viele Nachhaltigkeitsfonds mussten seit dem Ausbruch der Finanzkrise deutlich höhere Kurseinbußen hinnehmen als der Vergleichsindex MSCI World. Das betrifft vor allem jene Nachhaltigkeitsfonds, die stark oder ausschließlich in klassische Öko-Branchen wie Solar- und Windenergie, Recycling und Wasseraufbereitung investieren.

Weniger betroffen sind Fonds, die das Fondsvermögen auch in Titel aus herkömmlichen Branchen anlegen und sich auf Unternehmen mit hohen sozialen oder ökologischen Standards konzentrieren.

Vor allem die Solarbranche litt zu Beginn der Finanzkrise sehr stark unter der plötzlichen Angst vor einer Weltwirtschaftskrise. Viele Unternehmen sahen sich mit gewaltigen Überkapazitäten konfrontiert, dramatische Gewinneinbrüche waren die Folge. Der Ölpreis befand sich im freien Fall, was sich direkt in sinkenden Kursen von Nachhaltigkeitsfonds niederschlug: Denn je günstiger Erdöl zu haben ist, desto weniger attraktiv sind erneuerbare Energien.

Die Erholung der Nachhaltigkeitsfonds ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Anleger wieder bereit sind, Risiken einzugehen. Langfristig dürfte sich das höhere Risiko von Fonds mit einem hohen Anteil an Öko-Energie-Unternehmen auch mit einer höheren Rendite bezahlt machen.

Der Vergleich des Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Sustainability World mit dem Weltaktienindex MSCI World über 15 Jahre zeigt: Nachhaltige Anlagen erzielten seit 1994 eine durchschnittliche Rendite von 5,05 Prozent pro Jahr. Herkömmliche Anlagen legten im Durchschnitt dieser Jahre nur 3,64 Prozent zu.

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