Anlagestrategie mit gleitenden Durchschnitten

Mit einem gleitenden Durchschnitt lassen sich Kauf- und Verkaufssignale ermitteln und so Investitionsentscheidungen regelbasiert umsetzen.

Wer seine Kauf- und Verkaufsentscheidungen konsequent auf einen gleitenden Durchschnitt abstützt, kann auf die Analyse von realwirtschaftlichen Zahlen und Fakten verzichten.

Ein gleitender Durchschnitt besteht aus dem Durchschnittswert von Tagesschlusskursen eines bestimmten Wertpapieres oder Indexes der letzten 50, 100 oder 200 Tage. Dieser Durchschnittswert führt zu einer Glättung des Kursverlaufs. Er filtert das in den Tageskursen enthaltene Kursrauschen heraus. Dadurch lassen sich mittel- und langfristige Trends besser erkennen.

Beim Vergleich eines gleitenden Durchschnitts mit den Tagesschlusskursen desselben Wertpapiers lassen sich zwei Regeln ableiten: Steigt der Tageskurs über den gleitenden Durchschnitt, erfolgt ein Kaufsignal. Fällt der Tageskurs unter den gleitenden Durchschnitt, resultiert ein Verkaufssignal. 

Gleitende Durchschnitte sind eine wertvolle Hilfe für das Erkennen von großen Trendwechseln. Anleger können damit die Verluste bei einem großen Kursverfall eindämmen und so das Risiko senken und die Rendite erhöhen.

Fehlsignale herausfiltern

Doch einige Signale stellen sich im Nachhinein als Fehlsignale heraus. Das passiert, wenn es zum Zeitpunkt dieser Signale in der Kursentwicklung nicht zu einer Trendwende kommt. Die Schwierigkeit liegt darin, die Fehlsignale herauszufiltern. Die Anzahl der Fehlsignale lässt sich mit verschiedenen Methoden senken, so zum Beispiel durch einen Zeit- oder einen Kursfilter.

Bei einem Zeitfilter kommt es erst dann zu einem Kauf- oder Verkaufssignal, wenn der Kurs während einer bestimmten Anzahl Handelstage über oder unter dem gleitenden Durchschnitt liegt.

Bei einem Kursfilter wird das Kauf- oder Verkaufssignal erst dann ausgelöst, wenn der Kurs den gleitenden Durchschnitt um einen bestimmten Prozentsatz nach oben oder unten durchbrochen hat.

Fehlsignale lassen sich auch mit einem "intelligenten" gleitenden Durchschnitt reduzieren, einen sogenannten adaptiven gleitenden Durchschnitt. Dieser stützt sich nicht auf eine feste Anzahl an Tagen zur Berechnung von Kauf- und Verkaufssignalen, sondern passt sich automatisch den jeweiligen Marktverhältnissen an.

Diese Seite teilen