Mit Sparplan zur Million

Focus Money, 25.12.2019

Wie ist es machbar, bis zum Rentenalter ein großes Vermögen aufzubauen und dann sorglos davon zu leben? Tom Friess vom VZ VermögensZentrum rechnet vor, mit welchen Sparraten sich dieses Ziel erreichen lässt.

Was man dazu braucht, ist ein Sparplan, Disziplin und die richtige Anlagestrategie. Denn nicht nur die Spardauer, sondern vor allem die Nettorendite hat einen entscheidenden Einfluss auf die monatliche Sparrate.

Konsequent Sparen

Tom Friess rechnet vor, wie viel ein Sparer jeden Monat auf die Seite legen muss, um im Rentenalter 1 Million Euro auf dem Konto zu haben. Wer 35 Jahre Zeit hat, muss bei einer Nettorendite von 6 Prozent 700 Euro pro Monat sparen. Bei 4 bzw. 2 Prozent Nettorendite sind es 1.100 Euro bzw. 1.650 Euro. Wer noch 20 Jahre Zeit hat, hat bei 6 Prozent Nettorendite eine Sparrate von 2.160 Euro. Bei 4 bzw. 2 Prozent Nettorendite sind es 2.720 Euro bzw. 3.390 Euro.

Einmalzahlung einbringen

Die Sparraten sinken, wenn größere Beträge erwartet werden. Das kann ein Bonus, eine Abfindung oder eine Erbschaft sein. Ein Beispiel: Wer 41 Jahre lang 500 Euro pro Monat spart und 10 Jahre vor dem Renteneintritt 70.000 Euro Kapital einbringt, kommt auf 1.049.000 Euro. Nach Abzug der Abgeltungssteuer – aktuell 25 Prozent der Erträge – bleiben 904.000 Euro.

Kapitalaufbau mit ETF-Sparplan

Das Ansparen funktioniert am besten mit einem Sparplan, der in weltweite ETFs investiert. "Damit legt man kostengünstig an, denn die Gebühren sind niedrig", sagt Tom Friess. Damit müssen sich Sparer um kaum etwas kümmern. Wichtig ist, jährlich seine Bestände zu überprüfen und gegebenenfalls kontrollierend einzugreifen, zum Beispiel Stopp-Loss-Kurse setzen und bei Kursrutschen gegensteuern.

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