Mehr Steuern spart keine Altersvorsorge

Focus Money, 16.11.2020

Gute Nachrichten für Vorsorgesparer: 2021 steigt der Steuerbonus in der Basis- oder Rürup-Rente um über 1.000 Euro. Sie können dann fast 24.000 Euro beim Finanzamt geltend machen – so viel wie bei keiner anderen Form der Altersvorsorge. Damit das Ersparte wächst, rät Tom Friess vom VZ VermögensZentrum zu einer Basisrente mit Wertpapieren.

Selbstständigen, Freiberuflern, Unternehmern und angestellten Top-Verdienern winkt 2021 eine hohe steuerliche Entlastung. Sorgen sie mit der Basisrente vor, können sie fast 24.000 Euro pro Person steuerlich geltend machen. Das lohnt sich insbesondere für Erwerbstätige mit hohen Einkünften, da sie ihre steuerliche Belastung stark reduzieren können. "Die Basisrente ermöglicht es, wesentlich höhere Beträge steuerlich geltend zu machen als jede andere Vorsorgeform", erklärt Tom Friess, Geschäftsführer des VZ VermögensZentrums.

Basisrente: Steuerersparnis steigt 2021

Das VZ VermögensZentrum informiert, wer noch in diesem Jahr bis zu 25.046 Euro einzahlt, kann davon 90 Prozent als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung angeben. Ehepaare können die doppelte Summe, also 50.092 Euro, in die Basisrente einbringen. 2020 können Ledige demnach 22.541 Euro und Ehepaare 45.082 Euro von der Steuer absetzen.

Nächstes Jahr ist der Steuervorteil noch größer. Dann können Ledige bis zu 25.787 Euro in die Basisrente einzahlen und Ehepaare 51.574. Der Anteil, der steuerlich geltend gemacht werden kann, steigt auf 92 Prozent. Damit können Ledige 23.724 Euro und Ehepaare 47.448 Euro beim Finanzamt angeben.

Für wen die Basisrente geeignet ist

Die Basisrente ist ideal für Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte, die steuerbegünstigt für das Alter vorsorgen wollen. Unternehmer können damit eine umfassende private Altersvorsorge aufbauen, angestellte Top-Verdiener können Gehaltsbestandteile absichern, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Diese steigt von 82.000 Euro (oder 6.900 Euro pro Monat) 2021 auf 85.200 Euro (oder 7.100 Euro pro Monat).

Basisrente mit ETFs erhöht Ertragschancen

"Die besten Lösungen sind Basisrenten, die auf Wertpapieranlagen basieren", weiß Tom Friess. Versicherer bieten die Basisrente als Rentenversicherungen an, der Garantiezins von Neuverträgen liegt allerdings bei nur 0,9 Prozent. Größere Renditechancen bietet die Umsetzung mit Fondssparplänen, zum Beispiel mit kostengünstigen ETFs. Idealerweise sollte der Aktienanteil des Depots dem individuellen Risikoprofil entsprechen und in den Jahren vor Rentenbeginn schrittweise reduziert werden.

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