Worauf es bei der Geldanlage für kleine Stiftungen ankommt

Handelsblatt, 08.06.2020

In Deutschland gibt es über 15.000 kleine Stiftungen. Bei der Bewirtschaftung ihres Kapitals benötigen viele Unterstützung. Die renommierten Fuchsbriefe haben Banken und Vermögensverwalter getestet. Die "Fuchs Richter Prüfinstanz" verlieh dem VZ VermögensZentrum das Prädikat "Empfehlenswert".

Im Rahmen des Tests wurden zwei Aufgaben gestellt: Anlagevorschläge für ein Stiftungsvermögen von 350.000 Euro arbeiten und Hilfestellung bei Änderungen an der Satzung geben. Die "Fuchs Richter Prüfinstanz" schrieb Banken und Vermögensverwalter an, die Kapitalverwaltung für kleinere Stiftungen anbieten. Die Jury bestand aus den Fuchsbriefen und den Analyseunternehmen Dr. Richter und Quanvest. Die Jury bewertete die eingereichten Konzepte im Hinblick darauf, wie regelmäßige Erträge erzielt und der Kapitalerhalt gesichert werden kann. Weitere Kriterien waren unter anderem das Risiko-Rendite-Verhältnis, die Transparenz und das persönliche Gespräch. Resultat: Die "Fuchs Richter Prüfinstanz" nennt das VZ VermögensZentrum als empfehlenswert.

Warum kleine Stiftungen fachliche Unterstützung brauchen

Kleine Stiftungen mit weniger als 1 Million Euro müssen besondere Herausforderungen meistern. Sie brauchen laufende Kapitalerträge in ausreichender Höhe, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Erfahrungsgemäß ist eine Rendite von mindestens 3 Prozent pro Jahr notwendig. Klassische Anlagekonzepte, die häufig auf Anleihen basieren, funktionieren in Zeiten niedriger Zinsen nicht mehr. Gleichzeitig haben sie nur einen begrenzten Kapitalstock, deren Erhalt entscheidend für den Fortbestand der Stiftung ist. Gleichzeitig haben sie überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter, denen oft die Zeit und das Know-how fehlt, sich um die entsprechende Bewirtschaftung ihrer Kapitalanlagen zu kümmern. Diese bekommen sie bei externen Vermögensverwaltern.

Worauf kleine Stiftungen bei der Wahl des Vermögensverwalters achten müssen

Wichtig ist, dass ein Vermögensverwalter über Stiftungs-Expertise verfügt und diese in Leistungsnachweisen oder Fachveröffentlichungen belegt. Über die Verwaltung von Stiftungskapital hinaus sollte er zusätzliche Dienstleistungen anbieten, zum Beispiel die Erstellung oder Überarbeitung von Anlagerichtlinien. Die Tätigkeiten und die dafür anfallenden Kosten sollte er transparent darlegen. Dazu zählt auch, ob er unabhängig ist oder auf die hauseigenen Anlagen, zum Beispiel Stiftungsfonds, beschränkt ist.

Diese Seite teilen