So legen Sie 250.000 Euro sinnvoll an

Capital, 05.04.2020

Wer eine Viertelmillion Euro bei 4 Prozent Rendite pro Jahr anlegt, kann sich jeden Monat Tausend Euro auszahlen, ohne das Kapital anzutasten. Christian Lange vom VZ VermögensZentrum erklärt, worauf Anleger achten sollten.

Eine Viertelmillion Euro sollte man nicht auf dem Spar- oder Tagesgeldkonto parken, denn dort drohen Minuszinsen. Besser ist es, das Kapital anzulegen und die Erträge als Zusatzeinkommen zu nutzen. Wer 250.000 Euro mit einer Rendite von vier Prozent pro Jahr anlegt, erzielt bei einer angenommenen Inflation von zwei Prozent jeden Monat Tausend Euro. Das angelegte Kapital wird nicht verzehrt, sondern bleibt vollständig erhalten.

Eine Rendite von vier Prozent ist mit Aktienanlagen möglich. Dafür muss man langfristig anlegen. Allerdings können temporäre Kursstürze wie zuletzt während der Coronavirus-Krise das Ergebnis ins Minus drücken. "Um stabil auf vier Prozent jährliche Rendite zu kommen, sollten Anleger ihr Kapital deshalb nicht überstürzt in vermeintlich renditestarke Investments stecken, sondern planvoll vorgehen", sagt Christian Lange vom VZ VermögensZentrum.

5 Tipps für den langfristigen Anlageerfolg

"Konkret sollten Investoren fünf Punkte beherzigen", sagt Christian Lange:

  1. Nicht angeblich sicheren Anlagetipps folgen; diese enden meist im Debakel.
  2. Die Anlagestrategie muss zu den persönlichen Zielen und Rahmenbedingungen passen. Standardstrategien schaffen das nicht.
  3. Gefühle wie Angst oder Gier ausschalten. „Emotionen richten bei der Geldanlage großen Schaden an“, weiß Christian Lange. Anleger, die während der kürzlichen Marktschwankungen mit Verlust verkauft haben, dürften nur schwer den richtigen Einstiegszeitpunkt finden, wenn die Börsenkurse nach der Coronavirus-Krise wieder steigen.
  4. Unnötige Kosten vermeiden.
  5. Wer sich die Geldanlage nicht selbst zutraut, sollte mit einem Vermögensverwalter zusammenarbeiten.

Wer über eine Viertelmillion Euro Anlagekapital verfügt, erhält mit dieser Summe Zugang zu Privatbanken und Vermögensverwaltern. Die professionelle Verwaltung kostet zwar, kann dem Anleger mit einer größeren Summe wie 250.000 Euro aber einen Mehrwert liefern. „Das ist ein Betrag, der professionell angelegt werden sollte“, sagt Christian Lange.

Wertpapiere oder Immobilie?

Mit einer Viertelmillion Euro denken viele darüber nach, eine Immobilie zu kaufen. In vielen deutschen Großstädten bekommt man für 250.000 Euro bereits eine Eigentumswohnung. Zusammen mit einem kleinen bis mittelgroßen Darlehen ist auch ein Haus finanzierbar. Christiane Lange rät jedoch davon ab, sein ganzes Geld in eine Immobilie zu investieren. Denn das Kapital ist langfristig gebunden, der Wert der Immobilie kann sinken, und für die Altersvorsorge ist eine Immobilie auch nur bedingt geeignet. In der Folge haben Rentner oft ein großes Immobilienvermögen, aber nur geringe Einkünfte.

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